In Zeiten des Terrors

 

Ist eine Bombe der Anfang. Delhi, 1996. Ein Markt. Unter den Toten zwei halbwüchsige Jungs, Brüder, Tushar und Nakul Khurana. Ihr Freund, Mansoor, den die Jungs mit auf den Markt nahmen, überlebt. Das ist der Auftakt In Gesellschaft kleiner Bomben von Karan Mahajan erschienen im culturbooks Verlag.

Die in einem Auto deponierte Bombe, setzt ihre zerstörerische Energie nicht nur auf dem Markt frei, sie zersplittert Leben, pulverisiert Beziehungen.

„… Es ist besser, großzügig zu töten, als dabei zu geizen …“.

Am Anfang steht Zufall plus Zufall, was Schicksal wird.

Karan Mahajan nimmt In Gesellschaft kleiner Bomben verschiedene Sichten ein, er erzählt mit großen Zeitsprüngen von den tragischen Verstrickungen, die das Leben der Beteiligten, Opfer und Täter in den nächsten Jahrzehnten bestimmen werden. K. Mahajan wählte eine episodenhafte Struktur, die Erlebnisse werden unabhängig voneinander geschildert. Was alle Figuren eint: Die Bombe. Delhi. Hindu oder Muslim.

Nach dem Anschlag, dem Tod ihrer Kinder werden die Eltern, Deepa und Vikas Khurana, durch ihre Trauer, Ohnmacht, Fassungslosigkeit, Wut und Verzweiflung zu anderen Menschen. Denn als sie ihre Meinungen und Lebensweisen noch selbst wählen konnten, waren die Eltern Khurana überzeugte indische Liberale, ironisch bezeichnet der Autor Deepa und Vikas als einem speziellen Zirkel der Weltgewandten zugehörig, zum Beispiel halten sie sich muslimische Alibifreunde, sind strikt gegen eine Etablierung von McDonalds in Delhi -weil es schon Wimpy gibt- und würden auf keinen Fall die rechtsgerichtete India Today lesen. Die Bombe reißt Kulturleistungen ein, lässig, aber großartig genau gezeichnet, legt Mahajan die dünne Lackschicht Kultur bloss. Deepa und Vikas zeugen unter anderem ein Kind, eine Tochter, die sie nicht beachten, denn es gibt in ihrer Seele mehr keinen Platz für Liebe. Der Spitzname der Tochter Anusha lautet: Tochter der Bombe.

Anders ergeht es Mansoor, den muslimischen Freund der getöteten Jungs. Anfangs wird ihm nicht geglaubt. Er, ein muslimischer Junge, wird Opfer eines Attentats? Die Eltern Khuranas zürnen ihm zwischendurch immer wieder – wieso hat er überlebt, mit nur ein paar Kratzern? Aber die Bombe lässt Mansoor nicht aus ihren Fängen, sie wird durch Krankheitsschübe immer wieder gegenständlich, zwingt ihn, sein Studium in Amerika abzubrechen, nach Indien zurückzukehren.

„… Er wollte nicht in Indien, aber auch nicht in den USA sein. Er wollte an einem Ort ohne Schmerz und Tragödie sein …“

In dem Versuch zu begreifen, das Geschehen auf dem Markt zu verarbeiten, in dem Versuch, seine Krankheit (die Bombe) loszuwerden und leben zu können, in dem Versuch, die Gesellschaftsordnung Hindus-Muslime zu verstehen, tritt er einer Gruppe bei, Peace for all, und erkennt schließlich, was ihn zu einem Kranken hat werden lassen: Verwestlichung. Mansoors Suche nach Halt, nach Orientierung gehört zu den bewegensten Momenten in dem Buch. Er wird zu einem gläubigen Muslim. Als er fünfmal am Tag betet, als er den Schmerz loslassen kann, heilt er. Er findet Freunde, er findet sich, er bleibt aber ein netter, aufrichtiger, hilfsbereiter junger Mann. Was ihm zum Verhängnis wird. Mansoor wird Opfer der tragischsten Verkettung in dem Roman.

Und ein Opfer, der Täter sein soll: Malik, Student der Universität Kaschmir, Mitglied der Jammu and Kashmir Islamic Force. Er wird verhaftet, er soll der Attentäter sein. Die Behörden wollen es so. Malik wird gefoltert, angeklagt und verurteilt. Auf der Suche nach Erlösung besuchen Deepa und Vikas Khurana ihn im Gefängnis, aber angesichts dieses mageren Mannes verlieren ihre Rachefantasien ihr Ziel. Als Malik für die Khuranas ausgezogen und geschlagen wird, geht ihnen auf, dass ihr Gesuch, Malik zu sehen,  von der Gefängnisleitung nur gewährt wurde, in der Hoffnung, ein Geständnis aus ihm herauszubekommen. Da kommt kein Geständnis.

Was die Eltern Khurana übergeordnet in der Prügelszene sehen, ist das Bedürfnis eines Systems, das einen Schuldigen braucht. Aber so wie es das eine Opfer nicht gibt, sondern viele Einzelschicksale, gibt es auch nicht den einen Schuldigen.  Während alle –ob Hindu oder Muslim -in dem großartigen Roman In Gesellschaft kleiner Bomben leben und leiden, wird eine Frage an den Leser weitergereicht – Was tun?-

Fazit: Über die verschiedenen Sichten, die verschiedenen Figuren, die der Autor virtuos nachzeichnet, wandelt sich die Bombe. Sie ist nicht der Ausgangspunkt für eine tragische Geschichte,  sondern deckt Strudel, Differenzen und kollisionsträchtiges Material in Gesellschaften auf. Die eingeschobenen Episoden, wie der schräge Immobiliendeal von Mansoors Familie, tragen ihren Teil dazu bei, eine aufgeklärte Gesellschaft und Vorurteile zu zeigen. Es ist das unkommentierte Nebeneinander von allem, das so berührt.

Sachlich und überraschenderweise sehr humorvoll beleuchtet dieses Buch eine tief zerrissene Gesellschaft,  beleuchtet Differenzen und widmet sich ausgiebig der dünnen Lackschicht Kultur. Karan Mahajan zeigt In Gesellschaft kleiner Bomben virtuos in vielen  Situationen und Begebenheiten dem Leser, in welch grundsätzlichem Konflikt wir uns befinden. Der Roman bleibt dem Realismus so verhaftet, dass er keine Lösung bietet, bieten kann. Es ist immer wieder eine Bombe, die alles ändert.

 

Über den Autor:
Karan Mahajan wurde 1984 geboren, wuchs in Neu-Delhi auf und lebt in Austin, Texas. Er steht auf Grantas Liste der »Best Young American Novelists« 2017. Sein erster Roman, »Family Planning« (»Das Universum der Familie Ahuja«), war für den Dylan Thomas Prize nominiert und erschien in neun Ländern. Er schrieb Beiträge für zahlreiche internationale Publikationen wie The New York Times, The Believer, The New Yorker und The Wall Street Journal. Mahajan studierte an der Stanford University und dem Michener Center for Writers.
»In Gesellschaft kleiner Bomben« stand u.a. auf der Shortlist für den National Book Award 2016 und erhielt den Bard Fiction Prize 2017, den Young Lions Fiction Award 2017, den Rosenthal Family Foundation Award der American Academy for Arts and Letters 2017, den Muse India Young Writer Award 2016 und den Anisfield-Wolf Book Award for Fiction 2017.Eines der 10 besten Bücher 2016 (New York Times)
Auf den Jahresbestenlisten von
Washington Post, TIME, Esquire, Buzzfeed, Huffington Post, Vulture.com u.a. (Quelle: culturbooks)

 

 

Der Traum vom schönen Sterben

Madonna, Abtreibung, Sterben. Zu diesen drei Themen hat jeder Mensch auf diesem Planeten eine eigene Meinung. Das schöne Buch Heaven’s Gate von dem Autor und Konzeptkünstler Tommy Schmidt , erschienen im culturbooks Verlag, widmet sich erst in satirischer, dann tragischer Form dem Ableben.

Heaven’s Gate soll das Sterben, vielmehr dem Wunsch nach  dem organisierten und selbstbestimmten Verlauf des Ablebens regeln. Noch mehr, Heaven’s Gate soll eine Oase des Sterbens werden, wenn es nach dem Erfinder, dem Eventveranstalter Lasse Wiesenthal ginge.  Jeder, der einmal ein Pflegeheim besucht oder Angehörige in Heimen hat, wird sich seine Gedanken über diese komisch riechenden Verwahranstalten und das schlecht ausgebildete, miserabel bezahlte Personal gemacht haben. An jeder Ecke Schmerzen und Bedürftigkeit, die ignoriert werden, garniert mit Entmündigung und allgemeiner Würdelosigkeit im Umgang mit den zu pflegenden Menschen. Die Grundidee des Baus, der sich am Anfang des Romans in Planung befindet: Es soll mehr sein als ein Sterbehospiz, es soll eben ein Eventcenter werden, in dem Customer einchecken können, wenn sie es leid sind, das Leben. Und nicht nur der Umstand, dass Heaven’s Gate von der Kranken- und Rentenversicherungen mitfinanziert wird, ruft Gegner wie Lebensschützer auf den Plan. Aber Lasse Wiesenthal treibt konsequent seinen Plan voran: Menschen sollen nicht mehr ängstlich den Tod erwarten, im Gegenteil, es soll Menschen durch Heaven’s Gate ermöglicht werden, den Zeitpunkt des Ablebens aktiv zu bestimmen.

Die Hauptfigur, gleichzeitiger Erzähler ist Lasse Wiesenthal, Witwer und Eventunternehmer, der nicht ganz uneigennützig in seinem Streben nach Eröffnung von Heaven’s Gate ist. Bei ihm ist eine unheilbare Krankheit diagnostiziert worden, deren üble Begleitumstände der fortschreitende Verfall bei vollem Bewusstsein sind. Wiesenthals Entourage und Förderer sind sein Sohn und eine illustre Zahl an Personen.

„…Tja, und jetzt, wo die Sozialknete knapp wird, da kommen die Wiesenthals gerade recht mit ihrer Idee, lebensunwertes Leben einfach durch ein Himmelstor zu schleusen…“, ist eine der Gegenstimmen, die dem Projekt ablehnend gegenüberstehen.

Die Kundschaft, die Ersten, die sich über einen Frühbucherrabatt ihr Plätzchen zum Sterben ausgesucht haben und auf der Homepage von Heaven’s Gate vorgestellt werden sind unter anderem: Karl, ein achtundsiebzigjähriger Mann, der weder seine Kinder noch die Gesellschaft mit seiner Pflege belasten möchte. Oder Kamil, Pädophiler, der weiß, dass es für ihn keine Heilung gibt. Und dann Susanne, die an ein Leben nach dem Tod glaubt und in den Himmel möchte, zu ihren Kindern, die ihr Mann umbrachte, als sie sich mit ihrem Liebhaber traf.

Die Story startet im Berlin der ganz nahen Zukunft, 2020. Es gibt irgendwie eine nicht genauer erklärte Wasserknappheit und völlig unglaubwürdigerweise ist der neue Flughafen Schönefeld in Betrieb genommen worden. Die Handlung erstreckt sich von Beginn der Krankheit des Helden, Lasse Wiesenthal, bis zu seinem … . Wiesenthal gehört als Ü50Jähriger einer Generation an, unter deren Ägide Kinderläden, Hospize und Geburtshäuser entstanden, einer tatkräftigen, naturliebenden Generation, deren Schattenseite eine tiefgreifende Humorlosigkeit ist. Wiesenthal ist Witwer, seine verstorbene Frau war eine Mandala tätowierende Künstlerin, zudem ist er Vater von zwei erwachsenen, wohlgeratenen Kindern, die so biodynamisch-korrekt daherkommen, das es eine wahre Lust ist. Immer wieder drängt sich der Verdacht auf, dass gerade dieses Ökospießeridyll ernstgemeint ist. Darüber hinaus gibt Herr Wiesenthal den ausschweifenden Erzähler seiner Welt, seines Lebens, seiner Events, die er in den letzten dreißig Jahren absolvierte und überlebte, ganz im Gegensatz zu anderen, wie die Drummerin Wendy, die im Wachkoma liegt und ab und an nach ihrem Dealer ruft. Es gibt niemanden auf weiter Flur, der Wiesenthals Redeschwall stoppen könnte, selbst der Autor scheint machtlos.

Tatsächlich streut Wiesenthal in die von Höhen und Tiefen ausgestaltete Geschichte um den Bau seines Event-Sterbe-Centers Betrachtungen, es rieseln aus einem Füllhorn Erinnerungen, Meinungen und Anschauungen, dass es – hemmend wirkt. Hätte Wiesenthal einen auktorialen Erzähler, dann würde er bisweilen nicht so penetrant wirken und die Nebenfiguren -alle sind Arrangement für Herrn Wiesenthal – hätten auch mal Zeit für einen Satz, der ihrer wäre. Einerseits nimmt Wiesenthal sich bierernst, andererseits ist er eine Fachkraft der zynischen Betrachtung. Er kommt in Anflügen so daher wie der Herr Wendriner von Kurt Tucholsky, der zuerst die Backen aufbläst, dann sagt: …Mit mir nicht, meine Herren, nicht mit Herrn Wendriner … Herr Wiesenthal ist ein zutiefst ambivalenter Charakter, er erscheint zunächst nicht sympathisch, was auch an einer ausgeprägten Logorrhöe liegt. Er ist ein Mensch, der den Raum betritt und alles dauerbeschwallt, wer er ist, dass früher alles besser war (von Hausbesetzungen bis Punkbands) bis die Lichter ausgehen. Aber dann – dann dreht es.

Und alles wird gut. Und zwar in dem Moment, an dem die Krankheit greift, sich Körperteile von Herrn Wiesenthal seiner Kontrolle entziehen und er mit seinen Einschränkungen leben lernen  muss. Wiesenthal wird klarer. Schrumpfendes Leben. Beispielsweise, als er nicht mehr aus der Badewanne herauskommt, lange auf die Pflegerin wartet und immer wieder heißes Wasser nachlaufen lässt. Schrumpelige Körperteile. Als die Pflegerin kommt und ihn abgetrocknet hat, steckt sie ihn gleich ins Bett. Der sicherste Ort, wenn alles zu schwer wird, aber eben auch nicht selbstbestimmt, und das am Nachmittag. Der Text spürt den Situationen nach, an dem dem Wiesenthal Teile seiner Selbstbestimmtheit abgenommen werden. Da kommen Figur und Roman auf den Punkt. Die Satire berührt die Tragik. Als die weißen Flecken in Wiesenthals Leben größer werden und die finale Frage näher rückt, wird Heaven’s Gate zu einem berührenden Roman, der trifft. Da ist die Not eines Menschen, und da ist das Heaven’s Gate. Die Frage wird an den Leser weitergereicht: Wie sehr darf eine Gesellschaft anderen vorschreiben, wann und wie gestorben wird?

Die Zuspitzung liegt in Form, Zweck und Vorschriften von Bauvorhaben, von dem das Heaven’s Gate in voller Bandbreite getroffen wird, die da wären: Proteste, schützenswerte Feldhamster und naturschützende Hamsterpaten, Pfusch, Schwarzarbeiter, Mafia, Bombenblindgänger, afrikanische Flüchtlinge, Betrug. Alles, was passieren kann, passiert. Währenddessen steuert Wiesenthal’s  Leben unabänderlich auf die Klimax zu. Schafft Wiesenthal es, selbstbestimmt zu sterben?

 

Mein Fazit: Der Autor wagt in seinem Roman einiges: Er denkt konsequent über das mit vielen Tabus belegte Thema Sterben nach. Der Weg zur Gestaltung des Endes ist satirisch gelöst, was das Buch groß macht, ist die dem Thema inneliegende Tragik. Als die weißen Flecken in Wiesenthals Leben größer werden und die finale Frage näher rückt, wird Heaven’s Gate zu einem berührenden Roman, der trifft. Da ist die Not und die Angst eines Menschen, und da ist das Heaven’s Gate. Die Frage nach der Ausgestaltung des Ablebens wird an den Leser weitergereicht: Wie sehr darf eine Gesellschaft anderen vorschreiben, wann und wie gestorben wird. Sehr lesenswert! Einen Einwand habe ich. Ich finde, die E-Book-Version hätte gekürzt werden können.

 

Heaven’s Gate ist bei culturbooks erschienen, einem Verlag, der es schafft, mich immer wieder positiv zu überraschen. Tommy Schmidt: Heaven’s Gate. Satirischer Roman. Klappenbroschur. März 2017. 356 Seiten. 15,00 Euro (D), 15,40 Euro (A). ISBN 978-3-95988-021-3. eBook: 9,99 Euro

Wenn Leser mit entscheiden

Totenläufer. Der Blog der Autorin Mika Krüger bietet eine gute Übersicht über die Gestaltwerdung dieses Sci-Fi-Romans. Ganz anders als SchreiberInnen, die sich von inneren Eingebung leiten lassen, denen egal ist und egal sein muss, was mögliche Leser von dem Werk in Werden halten, ließ Mika Krüger ihre künftigen Leser teilhaben. Zum Einen ist es  Marketing, zum anderen kennzeichnet dieses Vorgehen die Wasserscheide zwischen Literatur und Genre. Totenläufer, Im Namen der Sicherheit, erschienen im November 2016, ist Science Fiction, eine -und das ist das Schlimme- gar nicht fremde Dystopie, die sich zuerst der Frage widmet: Wer darf leben? Im Umkehrschluss: Wer wird ausgerottet? Danach wird durchdekliniert: Wer hat die Macht und welche Rechte räumt Macht automatisch ein?

Tania Folaji: Mika, Du hast potentielle Leser sehr an der Erstellung Deines Romans teilhaben lassen, sind Ideen von Lesern eingeflossen? Entwicklungen, Wendungen im Skript, die Du vorher nicht so beabsichtigt hattest? 
Mika Krüger: … Zum Beispiel habe ich Rinas Einstellung zu ihrer Angst überdenken müssen, da einige Testleser angemerkt haben, sie sei schwer nachzuempfinden und dadurch anstrengend. In der Ur-Version war sie also noch viel ängstlicher. Ähnlich ist es wohl auch mit dem Fakt, dass überhaupt eine ganz zarte Liebesbeziehung angedeutet wird. Hätten sich das nicht viele Leser nach den Sieben Raben gewünscht, hätte ich wohl erneut darauf verzichtet. … Ich bin wirklich jemand, der gern gemeinsam Ideen entwickelt. Darum nutze ich auch Autorengruppe und stelle Fragen, wenn ich nicht weiterkomme. In Band II wird es auch eine Figur geben, die eigentlich jemand anderes erfunden hat.
Genau diese Liebesgeschichte moniere ich, sie ist mir zu  Unentschieden. Mir kamen die Figuren nicht geführt vor, was sehr gut daran liegen kann, dass die AutorIn sich entweder mit Handlung und/oder Figur nicht identifizieren kann, oder nicht genau weiß, worüber sie schreibt. Ich würde Ersteres annehmen.
T.F.: Ich erinnere mich auch daran, dass du auf Deinem Blog hast abstimmen lassen, Namen und ähnliches, ist das richtig?
Ja, es ging um den Namen der Rebellengruppe. Es standen mehrere Sachen zur Wahl und REKA ist es dann geworden. Da habe ich mich tatsächlich nach der Mehrheit gerichtet. 
T.F:  Hast du auch Schauplätze zur Diskussion gestellt?
Mika Krüger: Nein, ich habe nur vorgestellt, wie ich es mache. Aber es gab eine Diskussion über Neel Talwar (Totenläufer, TF) und ob er nicht als Hauptfigur ungeeignet ist, da zu zynisch und überheblich.
T.F: Wie haben deine potentiellen Leser abgestimmt?
M.K. Die mögen Neel, aber durch die Diskussion hat sich folgendes bestätigt: Es war eine gute Entscheidung, ihn erst nach einem Drittel des Buches auftauchen zu lassen, weil er sonst ggfs. zu unsympathisch gewesen wäre. Aber das ist Spekulation. Damals hatte ich ihn ja nur auf dem Blog als Figur vorgestellt.
 …

So viel zum Mitspracherecht des Lesers. Zum Inhalt: Die Regierung der Insel Red-Mon-Stadt darf totalitär genannt werden. Die Bevölkerung scheint Diktaturen zu begrüßen, weil die Einwohner das Gefühl haben (das geschürt wird) dass nur eine starke Hand sie besser vor Gefahren im Allgemeinen und Gefahren im Besondern, Lorca, beschützen kann.  Der Schauplatz ist die Insel Red-Mon-Stadt, darauf werden Lorca, also Menschen mit blasser Haut,  goldenen Augen und bisweilen ausgestattet mit einer telepatischen Spezialfähigkeit (Lorcaism), ausgerottet. Für das Ausrotten ist ein in den Medien gefeierter Jäger, der Totenläufer, zuständig. Es gibt einen Gegenpol zur willkommenen Diktatur – das sind naturgemäß Rebellen, so auch in Mika Krügers Roman.

Die Hauptfigur ist Rina, ein Lorca-Mädchen. Gleich am Anfang bekommt der Leser über Verfolgungssequenzen aufgezeigt, was die allesbeherrschende Konstante in Rinas Leben ist. Flucht, Angst und Todesangst. Keine Sicherheit. Kein Ort nirgends (Zitat: Aber von wem?)

Der Totenläufer genießt eine Tartuffsche Einführung, d.h. Figur tritt noch nicht auf, aber  alle reden über die Figur, woraus sich ein widersprüchliches Bild ergibt. Es ist eine sehr schöne Art der Figurenpräsentation. Aus der Sicht der Gejagten Rina ist der Totenläufer das personifzierte nahe Ende. Weil Repräsentant des Systems, haben die Rebellen den Totenläufer auf der Liste, da ist er Bedrohung und Gejagter.

Ein kurzes Wort zu den Rebellen: Sie kämpfen für einen diffusen, nicht näher erläuterten Freiheitsbegriff. Einfach mal Freiheit. Mit den Rebellen hatte ich nicht auf der Figurenebene, sondern als Systembegriff meine Probleme; denn ich habe nirgendwo gefunden, was die Rebellen denn nun anders machen wollen. Sie kamen mir auch irgendwie totalitär vor. Ich bin mir nicht sicher, ob die Autorin mir genau das sagen wollte, aber  ich fand Analogien zur Jetzt-Zeit.

Als der Totenläufer gefangen genommen wird, da wird er figürlich, das Monster ist ein Mensch. Ein Opfer.Wer steht wo? Und warum fühlt sich Rina zu dem Totenläufer hingezogen? Es bleibt spannend.

Fazit: Der Totenläufer hat einen linear erzählten Plot: Es läuft auf die Befreiung Red-Mon-Stadts durch die Rebellen hinaus oder eben auf deren Untergang. Der Totenläufer gehorcht dem Genre des Science-Fiction, ist zudem aufgefächert wie ein Thriller, in dem die Leser über ein fast gottgleiches Vorwissen in Bezug auf Absichten und Motive der kämpfenden Parteien verfügen. Was ich schätzte: Die AutorIn beherrscht ihr Genre,  der Entwurf einer durchtechnisierten Welt in 2075 ist ihr absolut gelungen; sie fühlt sich im Sci-Fi wohl. Wichtigster Punkt: Ihre Hauptfiguren sind gelungen. Was ich nicht so sehr mochte: Der Totenläufer ist sehr genau erzählt mit einer Liebe zum Detail, aber da ich eine Handlungsleserin bin, werden mir manch zuviel an Schnörkel zugemutet, -die reden einfach zu lange – bis ich wieder zu handlungstreibenden Elementen komme. Auf der anderen Seite ist es genau das, was Science-Fiction, History- und Fantasy-Lesern immer nachgesagt wird: Die Liebe zum Detail. Die ist da. FazitFazit: Wer Dystopien mag, die irgendwie an Blade Runner erinnern, der wird Totenläufer mögen.

Zielgruppe: junge Erwachsene, hier eine lesenswerte Rezension von Buchstabenträumerei.

 

Go East, ein autobiographischer Roman

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Go East oder Autobiographisches von Zaubi M. Saubert, erschienen bei Neobooks. In Kürze jährt sich der Mauerfall zum 25ten Mal, was auch Thema von Go East ist; die Auswirkungen des Mauerfalls Anfang der 1990er, beobachtet von dem Ich-Erzähler Zaubi, einem Hannoveraner Architekturstudenten, der Finanzkaufmann wird, der sogar bei Carsten Maschmeyer –hoho- der damals schon eine Insel besaß, bei einer Schulung erleben durfte.

Mir gefällt die amüsante, chronologische, lineare Struktur, mir gefallen die lakonischen Schilderungen, die gewinnen, weil sie gerade kein literarisch geschöntes Bild der deutschen Vorvergangenheit zeigen. In loser Reihung, nimmt mich Zaubi  Finanzkaufmann* an die Hand. Ich begleite ihn durch Halle an der Saale, genauer gesagt, bin oft in HaNeu, einer idyllischen Plattenbausiedlung mit verwirrendem Hausnummernbeschriftungssystem und erlebe die Versuche mit, Fuß zu fassen in einem dem Westdeutschen unbekannten Land. Zaubi Ich-Erzähler hat Begleitung, zu denen auch der kleine Braune, ein Weinbrand zählt, ebenso wie Pfeffie** -nicht der Pfefferkuchenmann. Dabei gerät Zaubi in schöne Begebenheiten, wie einen Beate-Uhse Abverkauf direkt von der Lastwagenrampe, oder: Nächste Ecke Hütchenspieler, Einsatz 100 Mark, eine reelle Gewinnausschüttung findet eher nicht statt. Ereignisse, Begebenheiten und Situationen reihen sich aneinander, dadurch wird mir der Mauerfall jenseits aller 09.11. Betulichkeit beschienen.

Die schönste und traurigste Episode spielt in einer Kaufhalle, direkt nach der Währungsumstellung. Alles schick gemacht, Vorfreude allerorten und tatsächlich, die Kaufhalle ist pünktlich randvoll bis unters Dach voll mit Westprodukten, alles da – auch die Preise scheinen unterm Dach angekommen. Fassungslosigkeit und Entsetzen, denn von den Brötchen bis zum Weinbrand haben sich die Preise verdreifacht – egal, welches Produkt. Das ist Wiedervereinigung zum Anfassen. Und da liegt die Stärke von Go East.

Für ein E-Book wegen seiner Kleinheit immer besonders wichtig, das Cover. Finde ich sehr schön, schwarz/weiß, in Farbe dann nach der Wiedervereinigung. Brandmauer, Lucky-Strike Werbung, ausgeschlachteter Trabant. Sehr schön fertig, viel Aufbruch Ost dabei.

Die Figuren bleiben leider ziemlich blass. Zugegeben, ich bin hier nicht im psychologischen Roman, aber manchmal wünschte ich mir beim Lesen, doch mehr über beispielsweise Horst oder Anita zu wissen, außer, dass sie laufen können und unkompliziert lustige Zeitgenossen zu scheinen sind. Das Wollen aller anderen bleibt außen vor; aber dabei könnten Figuren meiner Meinung nach die Geschehnisse stärker bündeln.

Abschließend:  Der Hauptreiz für mich ist die Stimmung in dem Fragment Go East, die absolut und gut vom Sommer 1990 lebt, von dem Umstand, dass ein Westdeutscher versucht, sich in Halle an der Saale zu etablieren. Manchmal erscheint mir der Blick von West auf Ost als problematisch. Aber war der Blick von West nach Ost nicht damals so?

Das Berufsfeld eines Finanzkaufmanns, ein Beruf, der nicht von der IHK geschützt ist, meint den Verkauf und Vertrieb von Verträgen, z.B. Bauspar-, Lebensversicherung und Ähnliches. Sollte ein Finanzkaufmann klingeln, dann bleiben dem Opfer, ähnlich wie bei einer Hai-Attacke nur Sekunden. Sofort die Tür zuschlagen, denn alles hinter „Ja gut, aber nur zehn Minuten“ wird teuer und im Fall des Versuchs einer Kündigung unerquicklich.

**Zwei Freunde: Brauner und Pfeffie

Wilthener Goldkrone Vanilla 0.7lGreizer Pfefferminzlikör

Anpassung, von Florian Tietgen

Anpassung, Florian Tietgen, 218 Seiten, Veröffentlichungsdatum: 02.07.2014, Verlag: Qindie, 3,99 Euro

 

Transidentität und 09/11. Das sind die Themen in Florian Tietgens Roman Anpassung. Das Buch beginnt mit dem Geständnis der alleinerziehenden Mutter dem Sohn Mike gegenüber – der gerade gedanklich von einer möglichen ersten Liebe absorbiert ist – was sich nun in ihrer beider Leben alles verändern wird. Alles dreht, alle Figuren drehen und reiben sich an der Geschlechtsangleichung, aus Christiane wird Chris. Die Erzählperspektive ist mit Chris‘ unentschieden vor sich hin pubertierenden Sohn Mike gut gewählt, dass ich Anpassung fast durchweg fasziniert las.

Wenn aus Mutti Vati wird: Das Verhältnis von Christiane/Chris zu ihrem Sohn ist direkt und offen dargestellt, die Geradheit der Schilderungen, die Wucht des Lebensunglücks der Mutter, dass sich dem 16jährigen in dem Kampf um die Anerkennung einer Transidentität der Mutter erschließt, scheint mir unglaublich präzise beobachtet.

Struktur: Eingeschoben in die Jetztzeit sind Rückblicke, die Christianes Leben vom Kind zum Mädchen zur Frau schildern, mit dem Fokus auf dem Empfindens des Mädchens, der, seit sie denken kann, ihr weibliches Geschlecht wie ein großes Missverständnis erscheint. Nachgeordnet schafft Fl. Tietgen auch den Erzählstrang um Mike und seine Schulfreundin Lyra mit dem Thema ‚Erste Liebe, Rohrkrepierer‘ unterzubringen, aber es wird Freundschaft draus. Die Haltung der Außenwelt fliegt mich in Gestalt eines jungen Mädchens an, aber Lyra kam ich nicht wirklich näher. Sie mag Mike, aber doch nicht so sehr, sie bekommt mit, dass Christianes Leben sich bald fundamental ändern wird und – findet das alles gut. Aber an Lyra mache ich auch fest, dass die Umwelt (Freunde von Mike) in dem E-Book Anpassung, so sie von Christianes Transidentität erfahren, unglaublich offen, freundlich und gendergerecht vorbildlich damit umgehen. Wenn ich mir da die Großeltern von Mike anschaue, dann will ich rufen: Ein Hoch auf die Jugend!

Einschränkung: Es ist klar, dass der mächtige Konflikt um Christianes Entscheidung und deren Auswirkungen die anderen Erzählstränge an die Wand drückt.

In Anpassung strahlen die Figuren Mike und seine Mutter, die zum Vater wird, die größte Kraft aus. Ich mochte die Mutter von Anfang an, Chris überzeugte mich durch die Plausibilität seiner Handlungsweisen, seiner Suche nach einem möglichst konfliktfreien Ich; eine beeindruckende Figur.

Den Sohn Mike konnte ich gar nicht nicht mögen. Zugegeben, Mike ist der Sohn einer Alleinziehenden, ihm demnach zuzuschreiben, dass er reifer ist; schon klar. Aber der  Junge erscheint mit seinem Verständnis für das Lebenstrauma der Mutter, mit seiner Gelassenheit und Fürsorge so barmherzig-heroisch, dass der Dalai Lama neben Mike nur zickig wirken könnte.  Oder anders ausgedrückt: Der Jung trägt an seinem Konfliktpotential, das nicht ausreichend genutzt wird, er meckert zwar manchmal, hat auch seine Probleme mit seinem Umfeld, aber bittet man Mike um Hilfe, ist er stets ein so hilfsbereiter Bub wie seinerzeit Timmie bei Lassie oder der Geißenpeter. Und als wäre es dem Autor schwummerig geworden, thematisiert zum Ende des Romans eine Figur sogar die übergroße Hilfsbereitschaft von Mike.

Antagonisten finden wir, das sind die Großeltern, die sich mit dem Dasein des neuen Sohnes nicht abfinden wollen und können; in der Ablehnung des wahren Geschlechts ihres Sohnes entfalten sie eine erstaunlich fiese Bandbreite von religiös motivierten Gemeinheiten.

 

Die Spielzeit: Die Beichte der Mutter, dass sie bald Vater sein wird, fällt auf den 11.09.2001. Dieses Datum ist mit einer solchen Bedeutung aufgeladen, dass ich beim Lesen immer in Erwartung, wie sich 9/11 mit der Erzählung verschränken kann. Mir persönlich war meine eigene Bilderwelt von den Flugzeugen, die in zwei Türme krachten, zu wuchtig, zu weit weg von einer intimen Geschichte um eine tiefgreifende Veränderung und deren Folgen. Auf der einen Seite ist da Christianes Entschluss, zu ihrer Transidentität zu stehen; auf der anderen Seite die Flugzeuge, die Türme, ich bemerke die Metapher zu Ereignissen, die nicht unumkehrbar sind. Denn ich meine: Das endlich echte, das neue Leben von Chris ist ein Positives, 9/11 mit seinen verheerenden Folgen hat für eine unzählbare Menge Menschen nichts Positives bewirkt.

Warum Anpassung lesen? Ich habe dieses Jahr nichts Vergleichbares auf dem Nachttisch gehabt, das mich so berührte. Ich kann diese intelligente, gerade geschriebene Geschichte nur wärmstens empfehlen – und das, was ich nicht so 100% fand, wird einen anderen Leser vielleicht gar nicht stören. Das Riesenplus ist die Thematik und die Bewältigung desselben.

Bastets Töchter, Teil 1

Bastets Töchter, Meike Nilos, Teil 1, Qindie, 0,99 Euro

In der letzten Woche habe ich mich über das Sommerspiel von Qindie gefreut und beschlossen, ein paar Bücher aus dem Verlag zu lesen. Hier das Erste: Bastets Töchter, Teil 1, von Meike Nilos.

Inhalt: Emilie  ist des Lebens nicht mehr froh, weil ihr Mann Walter sich nur noch mit Mühen zu sexuellen Aktivitäten durchringen kann.  Sie beschließt, Abhilfe zu schaffen.

Das ist der Inhalt von Bastets Töchter, Teil 1. Wobei mir jetzt wieder auffällt, dass ich Bastets Töchter noch nicht kennengelernt habe. Egal, sie werden schon noch auftauchen und sich nackich machen, meinetwegen in Teil 2, 3 oder 4.  Ich mache es mal wie in einer gestandenen Montessori-Schule; das Positive zuerst. Die Rechtschreibung und der Satzspiegel finde ich sehr gut.  Das Titelbild  – ist Geschmackssache. Die Thematik ist in Bastets Töchter einem Erotischen Mystery Roman angemessen: Verlangen, Begehren, Sex, variantenreich, wechselnde Stellungen, da war auch was mit Kerzenwachs und Handschellen, will heißen: Wieder mal ganz lässig den BDSM-Bereich gestreift.

Womit ich meine Probleme hatte und jetzt beim Nachdenken darüber immer noch  habe, ist die Schablonenhaftigkeit der Protagonistin, Emilie. Die Handlung setzt zu Beginn der Urlaubsreise nach Oman ein, die Probleme zwischen Emilie und Walter existieren schon länger. Da (anfangs) alles aus Emilies Perspektive geschildert wird, haut sie uns ihre Klage in epischer Breite um die Ohren. Ich nehme an, dass das ein Versuch der Autorin ist, die späteren sexuellen Abenteuer von Emilie zu legitimieren (wieso eigentlich?).  Die feuchte Emilie breitet monotone Hausfrauenklagen vor märchenhaften Kulisse aus: Walter guckt sie nicht mehr an, sie fühlt sich einsam, wenn er mit ihr schläft,  er will nur noch arbeiten und ihr nicht mehr das Gefühl geben … und so weiter. Aber Emilie, das kleine Schlauerle, will im Oman-Urlaub wieder Feuer, Glut und Passion in die Beziehung bringen. Da war ich schon gespannt, wie stellt sie es denn an?

Ihre Avancen treffen erst einmal nicht auf fruchtbaren Boden, aber Emilie kann ganz gut masturbieren – das Genre muss in Gang gesetzt werden! –  und dann trifft das Ehepaar auf zwei hilfsbereite Nomaden, Emilie kann und will sich den Jungs nicht entziehen, es kommt, wie es kommen muss, Sex in einem Wadi mit Jafar, derweil Masud unter einer Palmengruppe sitzt und zuschaut. Hier iwo ist auch die Stelle, an der die Klarheit endet und ich  mit dem Text Schwierigkeiten bekam, es wurde wirr oder ich habe das  Mystery-Element nicht begriffen. Auf jeden Fall wusste ich oft nicht, wer spricht, denn Walter tauchte auf einmal als Erzähler auf. Und ganz simple Vorgänge gehen schief, sind nicht ausgeführt, wie Ort, Zeit, wem passiert es? In der Tat: Mysteriös.

Zusammenfassend: Die Stereotypie der Hauptfigur Emilie bereitete mir die größten Schwierigkeiten. Dann kloppten mich aus dem Lesen die ständigen unmotivierten Perspektivwechsel. Zeit, Ort, Traum oder Realität, das ist hier die Frage. Ja und natürlich geht 1001 Nacht als Sujet für Sex und mehr; trotzdem bewegte sich die Emilie für mich wie eine abgehalfterte Sextouristin durch das Set. Aber ich bin mir sicher, dass noch geklärt wird, wer oder was Bastets Töchter sind!