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E-Book. Besprechungen

T. C. Boyle, Tod in Kitchawank

 

Die Hanser-Box. Ein Imprint der Hanser Literaturverlage. Alle 14 Tage ein neues Digitalbuch zu moderaten Elektropreisen. Die Hanser Box hat den Vorzug, digitale Bücher, Essays und Kurzgeschichten herausgeben zu können, die nicht mehr verlegt werden oder unbemerkt in Gesamtausgaben vor sich hinrotten.

Eine Neuentdeckung von gut Bekanntem ist bei Autoren wie T. Coraghessan Boyle durchaus lohnend.  Wassermusik ist mein Favorit. Diese Geschichte um die Entdeckung des Nigers durch diesen Don Quichotte Mungo Park, ist faszinierend durch Stoff und Figur, zieht sich weiter durch die Geschichte, die Boyle spinnt. Überhaupt war die Aneignung an den historischen Stoff ein großer Kunstgriff. Aber ich will nicht von Wassermusik schwärmen, ich habe etwas anderes entdeckt.

—Seit einigen Jahren freue ich mich über Neuerscheinungen von Boyle, sie begeistern mich aber nicht mehr.  Sein letztes Buch, die Terranauten, wurde von Sounds and Books genau so besprochen, wie ich es beim Lesen empfand. Sehr gut, sehr professionell, sehr glatt. Und das ist schade, denn dramatische Schreiber, die auch der Komik Raum gewähren, die die Fabel ernst nehmen und die Mühe von Recherche auf sich nehmen, sind rar.—

Und da habe ich in der Hanser Box seine Kurzgeschichten gefunden.  Dreihundertzehn Ratten, In der Zone, Tod in Kitchawank oder Frage 62, als E-Book, bzw epub bei Hanser.

Und da fand ich sie wieder, die Faszination für Boyle: In den Kurzgeschichten. Unglaublich konzentrierte  kleine Erzählungen, die geschickte Verwendung von Symbolen beeindruckt und die unglaublich einprägsamen Figuren begeistern, wie in ..  

Tod in Kitchawank

Es ist ein schönes Leben, ein erfülltes Leben. Und es ist ihr Leben, das Miriam, Ehefrau und Mutter von zwei fast erwachsenen Söhnen betrachtet.

„… Sie trägt die übergroße Sonnenbrille, die sie gestern in der Drogerie gekauft hat und den schwarzen Badeanzug vom letzten Jahr, der um die Hüfte und Taille vielleicht ein bisschen eng ist, aber na und? Sie wird hier nicht zur Schau gestellt. Es ist ihr Strand, ihr See, ihre Leute. …“. 

Diese Geschichte beginnt so ruhig wie der See von Kitchawank. Eine sich selbst und ihre Umgebung zufrieden betrachtende Frau. Miriam, eine Frau in mittleren Jahren ist dankbar für die Monotonie, an ihrem Strand, in ihrer Kolonie Kitchawank, mit ihren Leuten.

Ein Abendessen mit Freunden, Ehemann und halbwüchsigen Kindern verstärkt nur den Eindruck der Friedens, des Angekommenseins. Steaks wie immer, Gimlet wie immer. Ein Gewitter, eigentlich Zeichen für beginnende Unruhe, die über dem Leben steht, orchestriert den Auftritt des Teenagers Seldy, die schöne Teenager ihrer besten Freundin Marsha. Als Seldy hereinplatzt, es dann blitzt und donnert, ist ein Zeichen. Alle sind einen donnernden Moment still.

Miriams Betrachtungen haben ihr eigene ruhige Kraft, die Szenen sind wie Schlaglichter gesetzt, die den Gemütszustand der Frau genau ausleuchten.

Und dann kommt das Altern.  Aus dem Motiv des glücklichen Lebens, dass keine besonderen Höhen anstrebt, weil es die Tiefen vermeiden will, wird Monotonie. Die Kinder bauen ein Kanu, Miriam überwacht sie mit Fürsorglichkeit, die ihren punktgenauen Ausdruck in heißem Kakao mit Marshmellows und Haferplätzchen wiederfindet. Die Zeit läuft linear in Sprüngen. Veränderungen fallen Miriam durch Vergleich mit ihrem eigenen Leben auf. Was genau die Zeit für Spuren setzt, wird an dem Körper der Frau festgemacht. Immer mehr tut weh.

Und durch die Zeit verändern sich Miriams Kinder und die Kinder der Freundin Marsha. Allen voran die schöne und begabte Seldy, die Mathematik studierte, dass Studium aber schmiss – um ein Freak zu werden, wie Miriam es insgeheim formuliert, aber zu taktvoll ist, um es ihrer Freundin zu sagen. Und dann läuft Seldy auch noch der Albtraum aller Mütter in Kitchawank über den Weg: Richie Spano, ein ewiger Underdog, auch fies, katholisch, und noch nicht einmal Mitglied der Kolonie am Kitchawank-See.

Langeweile und Einsamkeit machen sich breit, die Kinder sind aus dem Haus, studieren, rufen kaum noch an. Und obwohl Miriam gutwillig ist, versteht sie die Lebensentwürfe ihrer Kinder nicht mehr. So geht Altern.

Das Leben wird eng. Eine Kanufahrt wird zu einer Irrfahrt und einer kleinen Odyssee. Sie und ihre beste Freundin Marsha haben sich nichts mehr zu sagen. Ihnen sind die Worte ausgegangen vor Enttäuschung. Seldy heiratet Richie Spano. Und das Schweigen aus Scham, dass das junge Paar sich einen Hochzeitsempfang absolut verbeten hat, überhaupt nur eine kleine Hochzeit mit einer Handvoll Gäste plant, lässt die Freundinnen klaftertief schwiegen. Denn: Was soll man dazu sagen?

Es ist grausam, dass jähe Ende, weil – ein Missverständnis. Und es ist Richie Spano, der Underdog, dann Freak, der jetzt ein Haushaltswarengeschäft besitzt (und die schöne Seldy), der den Todesengel spielt.

Fazit: Eine schöne Geschichte um das Leben, es ist aber auch eine antike Geschichte um das Sein- und Selbstbestimmung. Am Ende findet Boyle einen versöhnlichen Dreh. Durch die Beobachtung von Miriam, dass alles immer irgendwie weitergeht.

 

Tod in Kitchawank: Übersetzt aus dem Englischen von Anette Grube, Erscheinungsdatum: 01.10.2014, 34 Seiten, Hanser Box
ePUB-Format, ISBN 978-3-446-24799-4

Meine schönsten E-Books

Am Tag der Arbeit gern diese Arbeit. Ich habe E-Books zusammengestellt, die ich in letzter Zeit sehr gern las. Aus verschiedenen Gründen finde ich diese Eriginals und E-Books spannend, mal der Aktualität oder aufgrund ihrer Einzigartigkeit wegen. Also, ich möchte noch einmal vorstellen:

 

 

Margarethe Grimma, Rex Feuchti, Ein rasanter Roman für Freunde der Fiktion. Verlag Das Beben.

Rex Feuchti startet als Schlüssellochroman, den vorgeblich die Frage umtreibt, wie es zur Enthauptung des Pornorappers Rex Feuchti in der Hannoveraner Fußgängerzone durch eine bis dato sympathische Supertalent- Gewinnerin, Fräulein Xenia Hammerstein, kommen konnte. Frau Grimma, laut Eigenauskunft erfolglose Schwerintellektuelle, gibt gleich darauf bekannt, dass sie noch nie etwas geschrieben hat. Und das wird zum Stil- und Formelement: Ein Potpourri aus Zeitungsartikeln, Geschichten, Essays, Kolummen, Märchen, Leserbriefen, Aufsätzen und den Beurteilungen durch Lehrkräfte  hebt an, mischt sich, macht sich Konkurrenz. Der Roman Rex Feuchti ist nicht richtungslos, sondern absichtsvoll ausschweifend, aber eine Tendenz zur Gliederung, einen Haltepunkt gibt es: Es ist die Lyrik des Pornorappers, auch schwanzige Texte genannt.

Es ist ein absurdes Buch, voll mit Albernheiten, die sich unvermittelt als Ernst entpuppen. Expressionistischer Wortbrei aus jeglicher Richtung, oft kakophon, mit der super unzuverlässigsten Erzählerin der Welt. Rex Feuchti – ein großer Spaß.

Margarethe Grimma, Rex Feuchti, ca. 150 Seiten, EAN: 9783944855073, 3,49 Euro.

Besprechungen: Elektro vs. Print

 

 

Cover - Nadine Wojcik - Wo der Teufel wohntNadine Wojcik, Wo der Teufel wohnt. Die sehr lesenswerte, aktuelle Reportage geht der Frage nach, warum in kurzer Zeit in Polen eine Massenbewegung entstehen konnte, für die Wissen wenig Wert hat; es ist der Glaube, der zählt. Menschen aus allen Schichten strömen zum Exzorzisten. Und auf der Suche nach Wahrheit und Erlösung können die merkwürdigsten Formen nebeneinander existieren; Psychologen und Exzorzisten in friedlicher Koexistenz in einer Beratungsstelle, die sich die Klienten gegenseitig überweisen … Nadine Wojcik ist ein sachlicher und berührender Text gelungen, die Interviewpassagen machen die Reportage einzigartig. Ein mikrotext.

Besessene und Teufelsaustreiber in Angst vereint. Angst vor der Zukunft, Angst vor der Weltlage, Furcht. Ein Rollback der Religionen tut sich auf, Menschen, die Halt und Geborgenheit in Regelwerken suchen unterwerfen sich bedingungslos. Ist Zivilisation beängstigend? Brauchen wir den freien Willen? 

Natürlich liefert Wo der Teufel wohnt keine endgültige Erklärung für das Revival rund um den Exzorzismus. Auch keine Erklärung für den Umstand, warum sich der Teufel gerade in Polen und da überwiegend in jungen Mädchen so wohl fühlt. Aber zwischen den Zeilen erzählt dieses Buch von der Suche nach einfachen Antworten in einem Wirrwarr von Welt.

Eriginal, auch als Buch erhältlich, ca. 200 Seiten ISBN 978-3-944543-39-0, 3,99 Euro
buecher.de Google Play Hugendubel iTunes Thalia Weltbild.

Besprechungen: Atheist Media Blog,  Edition FElektro vs. Print,

 
Akkordeonistin
Sitze im Bus
(ePub, mobi)
EUR 2,99/CHF 3,50
ISBNePub: 978-3-944195-63-6
ISBNmobi: 978-3-944195-64-3
Shops
ePub: Apple, Dussmann, Hugendubel, Mayersche, Minimore, Minimore, Ocelot, Osiander, Thalia, Schweitzer, Weltbild.
Kindle-Mobi:...Akkordeonistin, Sitze im Bus.  Ein Bus ist ein Transportmittel und ein eigentlich sehr uninteressanter, manchmal lästiger Ort. Die Akkordeonistin aber fährt nicht nur der Beförderung wegen Bus. Sie beobachtet, erlauscht und lässt ihre Gedanken dabei fliegen. Herausgekommen sind Betrachtungen, winzige Splitter des Menschseins. So kurz und erfreulich verknappt, sind diese winzigen Erzählungen ein Menschheits-Kaleidoskop. Es ist Lyrik, es ist Kurzgeschichte, es sind Aphorismen, und das Medium ist Twitter. Hundertzweiundzwanzig dieser im Netz berühmten Kürzestgeschichten, entstanden zwischen 2012 bis 2015, versammelt das Buch und jede einzelne von ihnen entfaltet sich beim Lesen zu einer erstaunlich großen Welt.

Akkordeonistin, Sitze im Bus, ePub, mobi, ISBNePub: 978-3-944195-63-6, EUR 2,99,
Apple, Hugendubel, MayerscheThalia, Schweitzer, Weltbild.
Kindle-Mobi: Amazon

Besprechungen: http://www.sueddeutsche.de/kultur/twitteratur-sie-sitzt-im-bus-1.3084927, Literaturen

 

 

Amanda Lee Koe, Ministerium für öffentliche Erregung. Stories. Wer denkt bei Singapur nicht als Erstes an Singapur-Airlines? An Stewardessen mit adretten Frisuren, lieblich lächelnd ein Tablett in der Hand?  Bilder von glücklich devoten Frauen kann der einmotten, der das zu Recht viel beachtete Debüt von Amanda Lee Koe, das Ministerium für öffentliche Erregung, gelesen hat. Erschienen bei culturbooks.

Frauen sind der Dreh- und Angelpunkt fast jeder Short Story in diesem Buch. In genau beobachteten Short Stories blüht Leben, Geschichten, Leid und Freude. Die exzellent beobachteten Miniaturen erinnern an Dorothy Parker, wenn eine kleine Begebenheit zu großer Tragik mutiert, manchmal in Komik aufblüht.

Die fast noch jugendliche Autorin lebt in New York und Singapur,  Ministerium für öffentliche Erregung ist ihr Debüt und wurde mit zahlreichen Preisen bedacht. Die Autorin ist eine Geschichtenerzählerin und ihre ganze erzählerische Kraft, der auch die unaufgeregte, sachliche Sprache zugute kommt, nutzt sie, um sich dem Du zuzuwenden. Im Rampenlicht stehen Antitypen, Antiheldinnen, die bei einem Autorentyp wie Carson McCullers für das Maximum an Rührung gesorgt hätten. Aber im Heute, lässt die Autorin ihren Heldinnen ein Selbstbewusstsein, das bemerkenswert ist. Dieses Buch ist feministisch, ohne es zu forcieren. Dieses Buch besitzt eine unglaublich schöne Lakonie.

Amanda Lee Koe: Ministerium für öffentliche Erregung. Storys. Aus dem Englischen von Zoë Beck. CulturBooks unplugged, Euro. ISBN 978-3-95988-018-3240 Seiten. eBook: 14,99 Euro. Hardcover 22,00 .
Leseprobe (PDF) CulturBooks MyBookShop Amazon buecher.de Kobo eBook.de Osiander Mayersche.

Besprechungen: Sätze & Schätze,  Perlentaucher.de,  Elektro vs. Print,

 

Kurt Tucholsky, Seifenblasen. Eine Filmerzählung, erschienen bei Rowohlt Rotation, dem Imprint der Verlagsgruppe Rowohlt.  Seifenblasen ist eine in Tucholskys Leben zeitlich spät liegende Filmerzählung, die von Rheinsberg oder Gripsholm überstrahlt wird. Diese Erzählung versteckt sich in der großen Tucholsky-Gesamtausgabe, wer sie nicht hat, für den ist diese Auskoppelung lohnenswert.

Seifenblasen ist Verwechslungskomödie um das Mädchen Barbara, dass als Herr Paulus zu einem gefeierten Damenimitator wird.  Am Ende fällt die Maske, die Liebe siegt, Happy End.  Die Filmerzählung datiert aus 1931, spielt in Berlin, auf der Höhe ihres Ruhms ist Barbara als Travestiekünstlerin eine Berliner Berühmtheit. Selbstverständlich lässt sich Tucholsky keine Gelegenheit entgehen, die Berliner Schnauze zu ihrem Recht kommen zu lassen. Heute gelesen, ist es ein Ausflug in die Zeit vor dem Dritten Reich. Zu sehen, wie Kurt Tucholsky sich 1931 noch über die NSDAP lustig machen konnte, erscheint couragiert – und traurig.  1929 emigrierte Kurt Tucholsky nach Schweden. Auslöser war der Prozess gegen die Zeitschrift Weltbühne, der sich gegen die Verleger, Carl von Ossietzky und Walter Kreiser richtete; wegen des berühmt gewordenen Satzes Soldaten sind Mörder – von Kurt Tucholsky.

Und da wird die Filmerzählung Seifenblasen todtraurig, weil zu bemerken ist, wie Tucholsky sich aus der Ferne sein Berlin, das er kannte und das ihm entglitt, nahe schrieb. Zusammen genommen: die Zeit und die Umstände, unter denen Kurt Tucholsky diese dalberige Komödie schrieb, lassen sich heute von dem heraufziehenden Dritten Reich nicht mehr trennen. Dadurch erringt das Dingelchen einen sonderbaren Ernst, der ihm eigentlich fehlt.

Seifenblasen,  von Kurt Tucholsky, Verlag: Rowohlt Rotation, Filmerzählung, E-Book, ca. 115 Seiten, Entstehungsjahr: 1931, 3,99 Euro.

 

Besprechungen: Elektro vs. Print, Seifenblasen.

 

Und natürlich ist diese Liste unvollständig. Dieser Beitrag ist auch auf  e-rstausgabe.

Einen schönen 1. Mai weiterhin.

„… Es gibt kein Zentrum der europäischen Moderne. Wir reiten alle auf Eseln und suchen das Glück. …“ Istanbul Notizen, von Mely Kiyak

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Wo soll es enden? Das war 2016 der letzte Satz meines Versuchs der Beschreibung des eindringlichen Reiseberichts von Mely Kiyak, die mit einem Literaturstipendium nach Istanbul geht. Unvermutet bündeln sich Proteste, finden ihr Ziel und ihren Kundgebungsort im Gezi-Park. Die Autorin mittendrin, sie beginnt, die vielfältige Menge zu porträtieren, die sich vor vier Jahren zusammen schloss, um gegen das Regime von Erdogan auf die Straße zu gehen.

Ich möchte diesen Text vom Aufbruch der Proteste aus der Mitte der Gesellschaft noch einmal posten, auf die Istanbul Notizen hinweisen, denn die Veränderungen und das Auseinanderdriften von Positionen in der Türkei haben eine unglaubliche Geschwindigkeit erreicht. Tag eins nach dem Referendum.

Die sehr lesenswerten Istanbul Notizen führen zurück in das Jahr 2013? Wie fing es an?

…2013 beginnen die Istanbuler Notizen als ein Reisebericht, schnell wandelt sich das Format in ein  politisches Sachbuches. Das Postskriptum: „… Es gibt kein Zentrum der europäischen Moderne. Wir reiten alle auf Eseln und suchen das Glück. …“

  1. Ein Literaturstipendium zieht die Autorin Mely Kiyak leicht unlustig  nach Istanbul, angekommen, muss sie sich einfinden in die siebzehn Millionen-Stadt. Die Stadt prallt auf sie, laut sind die tumultarischen Impressionen,  Klänge, Geräusche, Lautstärken, sogar der Maiskolbenverkäufer hat seinen eigenen Sound. Die Autoren lebt sich ein, findet sich – hat Spaß, freundet sich an mit Istanbul  … und dann geht was los.
  2. Proteste. Kiyak beschreibt, wer da alles auf der Straße ist: JournalistInnen, SchriftstellerInnen, FeministInnen; politische AktivistInnen, es sind so viele, die etwas fordern, jede mit einem Anliegen, auf die Spitze getrieben heißt das Demokratie. Kiyaks  Eindrücke, die sich mit einem Mal  als politische Journalistin wiederfindet, die erst einmal selbst verorten muss, was passiert? Die dringend aus dem Ausland gebeten wird zu erklären: Warum diese Proteste? Was war der Auslöser? Wer steht da mit Schildern auf der Straße? Das Motto changiert: Kaum bin ich hier, will in Ruhe arbeiten, dann das.

Istanbuler Notizen –  So viele Hoffnungen in 2013. … Wir haben gerade das Jahr 2015 passiert,  gute Wünsche für 2016 gefasst, ich werde vielleicht einige davon beherzigen. So viel los in so wenig Zeit, seit ich die friedlichen Proteste in Istanbul, die Demonstrationen als Zeichen zum Aufbruch, zu einer positiven Veränderung hin begriff.  Auch der Ton in den Istanbuler Notizen dreht, das Motto verliert sich, als Wasserwerfer kommen und Rezepte kursieren, was hilft gegen Reizgas? Oder Pfeffergas?

(…) Wie fing es an?  Bürger, die auf der Straße auf ihre Rechte  hinweisen. Die immer wieder aufstehen, Reizgas, Wasserwerfer hin oder her, nebenher klein und nett beschrieben, wie ältere gutbürgerliche Damen  ihre Campingstühle und ihre Strickarbeit zum Demonstrieren mitbringen. Daneben geht das Leben weiter. Wo soll es enden?

Die Autorin: Mely Kiyak, arbeitet als Schriftstellerin und Publizistin, ua. auch als Theaterkolumnistin für das Gorki-Theater. …

 

Die Istanbul Notizen von Mely Kiyak, erschienen bei shelff books handeln . Leider finde ich den Verlag nicht mehr, hier ein Link zu shelff books.  Die Istanbul Notizen sind auf Lager bei Amazon und  Thalia 3.99 Euro.  EPub, ca. 120 Seiten.

 

Zur e-rstausgabe

Vor ein paar Wochen sprach mich Christiane Frohmann vom Frohmann Verlag an, ob ich Lust hätte, die e-rstausgabe, ein Facebookmag, zu betreuen.

Klar, habe ich Lust. E-rstausgabe ist nicht neu, aber wie das so ist bei einer Facebook-Pflanze, sie möchte gepflegt werden und ich mag virtuell gärtnern. Bei e-rstausgabe sollen kontinuierlich e-Book-Erstausgaben vorgestellt werden, ebenso wie Eriginals aller Sparten. Angesprochen sind unabhängige Verlage, genau wie die digitalen Departments klassischer Verlage.

E-rstausgabe will sein: Bündelung und Wahrnehmung von ambitionierten digitalen Originalausgaben und Digital-only-Titeln. Wenn zum Beispiel Blogger einen Digital-only-Titel besprechen, dann würde ich den gern mit Verweis auf den Blog einstellen. Seit fast drei Jahren blogge ich über eBooks und in der Zeit -ja, es ist ein kleines Resümee- hat sich die Akzeptanz  dem digitalen Buch gegenüber nur wenig verändert. Wenn ich auf Auseinandersetzungen zum E-Book stoße, dann geht es am Anfang, in der Mitte oder am Ende immer um Buch ./. Buch, was einfach langweilig ist. Kulturstarre Positionen. Vielleicht bricht e-rstausgabe das ein bisschen auf.

Vorschläge sind immer sehr willkommen. Entweder per Mail an cf@orbanism.com oder t.bezzenberger@gmx.net.

Berlin, den 09. April 2017, Tania Folaji

 

Nachtrag I:

Bei diesem Link des Goethe-Instituts werden Fachfragen wie How to buy–  und how to read an E-Book äußerst kurzweilig von Christiane Frohmann beantwortet.

 

Nachtrag II: Aufruf zur Einreichung

„…Mit #orbanismgastfreundschaft, einem Blog- und Gratis-E-Book-Projekt wollen wir vorsätzlich positive Bilder, Gedanken und Vorstellungen in die Welt und zum Zirkulieren bringen. Wir hoffen, es so wieder plausibler zu machen, dass es zum Menschsein gehört, anderen Freundlichkeit entgegen zu bringen und ihnen in Notsituationen auch Schutz zu gewähren.

Wir laden euch herzlich ein, uns – am liebsten bis zum 10. April – weitere Texte zum Thema selbst erlebte Gastfreundschaft (Umfang bis 3.000 Zeichen, kann aber auch ganz kurz sein) zu schicken, die wir bloggen und in einer Anthologie bei Orbanism Publishing veröffentlichen dürfen. Wenn Letzteres, etwa aufgrund von Buchverträgen, nicht möglich ist, können wir Texte gern auch nur bloggen. Bitte Text mit Ein-Satz-Bio in der 3. Person, dazu optional ein Link zu eigenem Herzensprojekt, gern auch ein passendes Foto, bei dem ihr die Rechte besitzt, per Mail an Christiane Frohmann, cf AT orbanism DOT com, senden. – Wir möchten die Rechte an den Texten und ggf. Bildern nicht exklusiv, bitte achtet aber darauf, dass ihr spätere Nutzer auf unser Nutzungsrecht hinweist. Bitte keine Texte unter Pseudonym einreichen. …“

Wer heute also nicht nur auf der Couch liegen mag, oder wer einfach Zeit hat, wem etwas Berührendes zu Gastfreundschaft einfällt,  der könnte doch dieses E-Book-Projekt bereichern.

http://orbanism.com/2017/03/30/abgeholt-ein-text-zur-gastfreundschaft-von-anne-matuschek/

Wo kommen nur all die schönen Bücher hin?

Buchmesse, Leipzig, fast vorbei. Und schon jetzt tut es mir leid um die vielen schönen Bücher, die ich gesehen hätte, wäre ich dort gewesen. Denn diese vielen Bücher bekomme ich noch nicht einmal im Ansatz im stationären Handel zu sehen, weil der viel zu eng und klein ist. Ich möchte das an einer Begebenheit verdeutlichen:

Samstag. Eine fast übersehene Einladung. Ein Geburtstag. Er mag Bücher. Kein Problem in einer Stadt wie Berlin, in der es alles gibt. Ich dachte, es reicht, Samstags, um 17.00 Uhr ins KaDeWe zu fahren und ein schönes Buch zu kaufen. Das müsste reichen, um Abends ganz entspannt auf dem Geburtstag ein hübsch verpacktes Präsent abgeben zu können.

Meine Kalkulation wurde noch entspannter, denn:  Wenn es das Wunschbuch im KaDeWe nicht gäbe, dann laufe ich einfach ein Stück den KuDamm rauf und gehe in dieses riesige Buchkaufhaus. Die haben alles. Und die Verkäufer wissen alles.

Soweit so gut. Dann stand ich im größten Kaufhaus Deutschlands und musste sehen, dass die wohlsortierte CD-Abteilung verschwunden war und die wohlsortierte Buchabteilung – auch weg. Was ich sah,  war eine Verkaufsfläche von der Größe einer Parklücke. In der Mitte ein Gabentisch auf dem die Spiegel-Bestseller aufgetürmt waren, um sie herum schematisch vorkategorisierte Chartstürmer. Ich verstand die Anordnung sofort: Handelte es sich um Krimis, dann war das Cover, weiß, rot und schwarz. Mit historischen Romanen könnte man gut unartige Kinder erschlagen, denn jeder historische Roman war dick wie ein Wackerstein. Historische Romane haben viel Wind (Sturm) auf dem Cover, der sich in den Haaren der Protagonistin verfängt. Und Frauenromane in rosa, im keckes Bein im Anschnitt. Ich stand ein paar Minuten da und schaute. Die Verkäufer und ich, wir blieben unter uns.

„Haben Sie Musikbücher?“, fragte ich.

Er nickte und zeigte auf den Notausgang. Da standen ein paar Bücher in einer Art Hobbyregal. Merke: Im KaDeWe kann ich fressen, bis ich platze, ich kann jedes Parfüm erstehen, aber kaum noch Bücher. Ich habe mich nicht nur für dieses Kaufhaus geschämt. Ich habe mich grundsätzlich geschämt.

Ich bin gegangen, Stimmung angeschlagen, aber noch zuversichtlich, denn ich wusste, es gibt ja noch dieses Buchkaufhaus zwei Ecken weiter, das mit den netten Verkäufern. Stockwerke voll mit Büchern. Zehn Minuten später wusste ich mehr. Kein Buchkaufhaus mehr.

Als ich im Untergeschoss von Karstadt am U-Bahnhof Kurfürstendamm landete, da war mir traurig. Im Untergeschoss  Lebensmittel, Lotto, Schreibwaren;  da war auch eine Sitzecke für Kaffee und Kuchen. Und wie dazwischen geschummelt, ein bisschen Buch. Auftritt wie im KaDeWe: Spiegel-Bestseller-Liste, bisschen Kinderbuch, bisschen Krimi. Die Buchabteilung sah aus wie Falschgeld.

„O weh“, sagte ich zu dem Verkäufer. „Haben Sie auch Literatur über Musik?“

Hatte er. Beatles und  Rio Reiser. Wir schauten einem älteren Pärchen zu, das an einem der gegenüberliegenden Tische langsam eine Knackwurst mit Senf aß. Es sah gemütlich aus. „Wo ist das Buchkaufhaus abgeblieben“, fragte ich.

„Die Mieten waren zu hoch. – Es müssten mehr Bücher gekauft werden. In Buchläden.“

Wir nickten nachdenklich. Ich habe dann Schnaps verschenkt.

 

Der Traum vom schönen Sterben

Madonna, Abtreibung, Sterben. Zu diesen drei Themen hat jeder Mensch auf diesem Planeten eine eigene Meinung. Das schöne Buch Heaven’s Gate von dem Autor und Konzeptkünstler Tommy Schmidt , erschienen im culturbooks Verlag, widmet sich erst in satirischer, dann tragischer Form dem Ableben.

Heaven’s Gate soll das Sterben, vielmehr dem Wunsch nach  dem organisierten und selbstbestimmten Verlauf des Ablebens regeln. Noch mehr, Heaven’s Gate soll eine Oase des Sterbens werden, wenn es nach dem Erfinder, dem Eventveranstalter Lasse Wiesenthal ginge.  Jeder, der einmal ein Pflegeheim besucht oder Angehörige in Heimen hat, wird sich seine Gedanken über diese komisch riechenden Verwahranstalten und das schlecht ausgebildete, miserabel bezahlte Personal gemacht haben. An jeder Ecke Schmerzen und Bedürftigkeit, die ignoriert werden, garniert mit Entmündigung und allgemeiner Würdelosigkeit im Umgang mit den zu pflegenden Menschen. Die Grundidee des Baus, der sich am Anfang des Romans in Planung befindet: Es soll mehr sein als ein Sterbehospiz, es soll eben ein Eventcenter werden, in dem Customer einchecken können, wenn sie es leid sind, das Leben. Und nicht nur der Umstand, dass Heaven’s Gate von der Kranken- und Rentenversicherungen mitfinanziert wird, ruft Gegner wie Lebensschützer auf den Plan. Aber Lasse Wiesenthal treibt konsequent seinen Plan voran: Menschen sollen nicht mehr ängstlich den Tod erwarten, im Gegenteil, es soll Menschen durch Heaven’s Gate ermöglicht werden, den Zeitpunkt des Ablebens aktiv zu bestimmen.

Die Hauptfigur, gleichzeitiger Erzähler ist Lasse Wiesenthal, Witwer und Eventunternehmer, der nicht ganz uneigennützig in seinem Streben nach Eröffnung von Heaven’s Gate ist. Bei ihm ist eine unheilbare Krankheit diagnostiziert worden, deren üble Begleitumstände der fortschreitende Verfall bei vollem Bewusstsein sind. Wiesenthals Entourage und Förderer sind sein Sohn und eine illustre Zahl an Personen.

„…Tja, und jetzt, wo die Sozialknete knapp wird, da kommen die Wiesenthals gerade recht mit ihrer Idee, lebensunwertes Leben einfach durch ein Himmelstor zu schleusen…“, ist eine der Gegenstimmen, die dem Projekt ablehnend gegenüberstehen.

Die Kundschaft, die Ersten, die sich über einen Frühbucherrabatt ihr Plätzchen zum Sterben ausgesucht haben und auf der Homepage von Heaven’s Gate vorgestellt werden sind unter anderem: Karl, ein achtundsiebzigjähriger Mann, der weder seine Kinder noch die Gesellschaft mit seiner Pflege belasten möchte. Oder Kamil, Pädophiler, der weiß, dass es für ihn keine Heilung gibt. Und dann Susanne, die an ein Leben nach dem Tod glaubt und in den Himmel möchte, zu ihren Kindern, die ihr Mann umbrachte, als sie sich mit ihrem Liebhaber traf.

Die Story startet im Berlin der ganz nahen Zukunft, 2020. Es gibt irgendwie eine nicht genauer erklärte Wasserknappheit und völlig unglaubwürdigerweise ist der neue Flughafen Schönefeld in Betrieb genommen worden. Die Handlung erstreckt sich von Beginn der Krankheit des Helden, Lasse Wiesenthal, bis zu seinem … . Wiesenthal gehört als Ü50Jähriger einer Generation an, unter deren Ägide Kinderläden, Hospize und Geburtshäuser entstanden, einer tatkräftigen, naturliebenden Generation, deren Schattenseite eine tiefgreifende Humorlosigkeit ist. Wiesenthal ist Witwer, seine verstorbene Frau war eine Mandala tätowierende Künstlerin, zudem ist er Vater von zwei erwachsenen, wohlgeratenen Kindern, die so biodynamisch-korrekt daherkommen, das es eine wahre Lust ist. Immer wieder drängt sich der Verdacht auf, dass gerade dieses Ökospießeridyll ernstgemeint ist. Darüber hinaus gibt Herr Wiesenthal den ausschweifenden Erzähler seiner Welt, seines Lebens, seiner Events, die er in den letzten dreißig Jahren absolvierte und überlebte, ganz im Gegensatz zu anderen, wie die Drummerin Wendy, die im Wachkoma liegt und ab und an nach ihrem Dealer ruft. Es gibt niemanden auf weiter Flur, der Wiesenthals Redeschwall stoppen könnte, selbst der Autor scheint machtlos.

Tatsächlich streut Wiesenthal in die von Höhen und Tiefen ausgestaltete Geschichte um den Bau seines Event-Sterbe-Centers Betrachtungen, es rieseln aus einem Füllhorn Erinnerungen, Meinungen und Anschauungen, dass es – hemmend wirkt. Hätte Wiesenthal einen auktorialen Erzähler, dann würde er bisweilen nicht so penetrant wirken und die Nebenfiguren -alle sind Arrangement für Herrn Wiesenthal – hätten auch mal Zeit für einen Satz, der ihrer wäre. Einerseits nimmt Wiesenthal sich bierernst, andererseits ist er eine Fachkraft der zynischen Betrachtung. Er kommt in Anflügen so daher wie der Herr Wendriner von Kurt Tucholsky, der zuerst die Backen aufbläst, dann sagt: …Mit mir nicht, meine Herren, nicht mit Herrn Wendriner … Herr Wiesenthal ist ein zutiefst ambivalenter Charakter, er erscheint zunächst nicht sympathisch, was auch an einer ausgeprägten Logorrhöe liegt. Er ist ein Mensch, der den Raum betritt und alles dauerbeschwallt, wer er ist, dass früher alles besser war (von Hausbesetzungen bis Punkbands) bis die Lichter ausgehen. Aber dann – dann dreht es.

Und alles wird gut. Und zwar in dem Moment, an dem die Krankheit greift, sich Körperteile von Herrn Wiesenthal seiner Kontrolle entziehen und er mit seinen Einschränkungen leben lernen  muss. Wiesenthal wird klarer. Schrumpfendes Leben. Beispielsweise, als er nicht mehr aus der Badewanne herauskommt, lange auf die Pflegerin wartet und immer wieder heißes Wasser nachlaufen lässt. Schrumpelige Körperteile. Als die Pflegerin kommt und ihn abgetrocknet hat, steckt sie ihn gleich ins Bett. Der sicherste Ort, wenn alles zu schwer wird, aber eben auch nicht selbstbestimmt, und das am Nachmittag. Der Text spürt den Situationen nach, an dem dem Wiesenthal Teile seiner Selbstbestimmtheit abgenommen werden. Da kommen Figur und Roman auf den Punkt. Die Satire berührt die Tragik. Als die weißen Flecken in Wiesenthals Leben größer werden und die finale Frage näher rückt, wird Heaven’s Gate zu einem berührenden Roman, der trifft. Da ist die Not eines Menschen, und da ist das Heaven’s Gate. Die Frage wird an den Leser weitergereicht: Wie sehr darf eine Gesellschaft anderen vorschreiben, wann und wie gestorben wird?

Die Zuspitzung liegt in Form, Zweck und Vorschriften von Bauvorhaben, von dem das Heaven’s Gate in voller Bandbreite getroffen wird, die da wären: Proteste, schützenswerte Feldhamster und naturschützende Hamsterpaten, Pfusch, Schwarzarbeiter, Mafia, Bombenblindgänger, afrikanische Flüchtlinge, Betrug. Alles, was passieren kann, passiert. Währenddessen steuert Wiesenthal’s  Leben unabänderlich auf die Klimax zu. Schafft Wiesenthal es, selbstbestimmt zu sterben?

 

Mein Fazit: Der Autor wagt in seinem Roman einiges: Er denkt konsequent über das mit vielen Tabus belegte Thema Sterben nach. Der Weg zur Gestaltung des Endes ist satirisch gelöst, was das Buch groß macht, ist die dem Thema inneliegende Tragik. Als die weißen Flecken in Wiesenthals Leben größer werden und die finale Frage näher rückt, wird Heaven’s Gate zu einem berührenden Roman, der trifft. Da ist die Not und die Angst eines Menschen, und da ist das Heaven’s Gate. Die Frage nach der Ausgestaltung des Ablebens wird an den Leser weitergereicht: Wie sehr darf eine Gesellschaft anderen vorschreiben, wann und wie gestorben wird. Sehr lesenswert! Einen Einwand habe ich. Ich finde, die E-Book-Version hätte gekürzt werden können.

 

Heaven’s Gate ist bei culturbooks erschienen, einem Verlag, der es schafft, mich immer wieder positiv zu überraschen. Tommy Schmidt: Heaven’s Gate. Satirischer Roman. Klappenbroschur. März 2017. 356 Seiten. 15,00 Euro (D), 15,40 Euro (A). ISBN 978-3-95988-021-3. eBook: 9,99 Euro

DIE NOVELLE bittet um Einsendungen für die Ausgabe #8:

Zentrale für Experimentelles

#8: SELTSAMKEITSFORSCHUNG

DIE NOVELLE – ZEITSCHRIFT FÜR EXPERIMENTELLES bittet um Einsendungen für die Ausgabe #8:

  • Es dürfen unveröffentlichte und veröffentlichte Werke eingereicht werden. Bei veröffentlichten Werken liegt es in der Verantwortung des Autors, etwaige Rechtsverletzungen im Vorfeld auszuräumen, die Werke müssen also frei von Rechten Dritter sein.
  • Thema der Ausgabe #8: SELTSAMKEITSFORSCHUNG
  • Erwünscht sind experimentelle Werke aller Genres und Gattungen (Lyrik, Essays, Flash-Fiction, Rezensionen, Comics, Interviews, Inserate, Berichte, Doppelspaltversuche etc.); die Herausgeber freuen sich besonders über Einreichungen, die das rein Textliche überschreiten.
  • Maximale Textlänge: 2.017 Wörter
  • 1 Einreichung pro Autor
  • Grafische Arbeiten in Farbe (oder Schwarzweiß), mindestens 300 dpi
  • Dateiformate: doc / docx / rtf / tiff / jpeg / bmp / png
  • Alle veröffentlichten Autoren erhalten ein digitales Belegexemplar. Ein Honorar kann leider nicht gezahlt werden.
  • Die Werke sind bis zum 31.6.2017 an redaktion@novelle.wtf mit dem Betreff „Novelle #8“ einzusenden.
  • Bitte auch Kurzvita (ca. 2–3 Zeilen) mit Namen, E-Mail und Anschrift beifügen.

Wir freuen uns auf kreative/exzentrische/eigenwillige/kühne Großartigkeiten!

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