Ein Buch voller Freundschaft

Gastfreundschaft. Eben las ich die erste Fassung der von Christiane Frohmann initiierten und von Chr. Frohmann und Leander Wattig herausgegebenen Anthologie Gastfreundschaft, Band 1.

Anlass für die Anthologie Gastfreundschaft war Wunsch und Ziel der Verlegerin Christiane Frohmann, herzuzeigen, dass es Uneigennützigkeit, Herzlichkeit und eben Gastfreundschaft gibt.

Christiane Frohmann: „…Mit #orbanismgastfreundschaft, einem Blog- und Gratis-E-Book-Projekt wollen wir vorsätzlich positive Bilder, Gedanken und Vorstellungen in die Welt und zum Zirkulieren bringen. Wir hoffen, es so wieder plausibler zu machen, dass es zum Menschsein gehört, anderen Freundlichkeit entgegenzubringen und ihnen in Notsituationen auch Schutz zu gewähren. …“ 

 

Herzschlagdichte Anekdoten, Begebenheiten randvoll mit Wärme, erlebte Szenen, in die ich sofort hineinfalle, auch weil sie aus dem persönlichen Raum stammen. Es ist ein Eriginal voller Schönheit, und das Buch zeigt, das Geben einfach ist. Gastfreundschaft ist kostenlos und wird sich in 3-Monats-Rhythmen fortschreiben.

Menschen einladen, wenn es gewittert, dazu ein Teller Suppe, rot, warm, dampfend. Ein Handtuch um einen Kinderkörper, dazu die Suppe Borschtsch, die nach dem Warten im Gewitter erst den Mund, dann den Magen wärmt.  Ein Teller Suppe wird zum Symbol für mitfühlende Anteilnahme in Jackie Asadoladzahdehs Geschichte Schlüssel vergessen.

In Nächtliche Ankunft schildert Klaus Daniel eine Begebenheit zu Zeiten des Autoputs, also aus den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Es sind zwei, die verwirrt und verirrt und völlig fertig Nachts nach 2600 Kilometern in der Türkei ihre Unterkunft nicht finden können. Ein Fremder weist ihnen den Weg. Die beiden Reisenden treffen am nächsten Tag auf ihren Retter. Sie möchten sich erkenntlich zeigen für die uneigennützige Freundlichkeit und ihn zumindest auf eine Tasse Mokka einladen, weil der Retter und Fremdenführer partout Geld ablehnt. Aber der Fremde lädt ein: Weil es ihn stolz und glücklich macht, dass zwei Menschen den weiten und hinderlichen Weg auf sich genommen haben, um seine Heimat zu sehen.

Wer also eine Geschichte zu erzählen hat, die er mit der Welt in Band 2, 3 oder 4 teilen möchte, hier sind die Teilnahmemodalitäten:  „…Wir laden euch herzlich ein, uns weitere Texte zum Thema selbst erlebte Gastfreundschaft (Umfang bis 3.000 Zeichen, kann aber auch ganz kurz sein) zu schicken, die wir bloggen und in einer versionierten E-Book-Anthologie bei Orbanism Publishing veröffentlichen dürfen. Wenn Letzteres, etwa aufgrund von Buchverträgen, nicht möglich ist, können wir Texte gern auch nur bloggen. Bitte Text mit Ein-Satz-Bio in der 3. Person, dazu optional ein Link zu eigenem Herzensprojekt, gern auch ein thematisch passendes Foto sowie ein Bild, das euch selbst zeigt (bitte nur Bilder, bei denen ihr die Rechte besitzt) , per Mail an Christiane Frohmann, cf AT orbanism DOT com, senden. – Wir möchten die Rechte an den Texten und ggf. Bildern nicht exklusiv, bitte achtet aber darauf, dass ihr spätere Nutzer auf unser Nutzungsrecht hinweist. Bitte bei diesem Projekt, weil es um persönliche Haltung geht, keine Texte unter Pseudonym einreichen. …“

Mitwirkende, Gastfreundschaft, Band 1: Jackie Asadolahzadeh, Hannes Bajohr, Gregor Weichbrodt, Simone Bauer, Zoe Beck, Klaus Daniel, Birte Förster, Tania Folaji, Christiane Frohmann, Maria Jürgensen, Ekkehard Knörer, Stefan Mesch,

Gastfreundschaft, Band 1, Herausgeber: Christiane Frohmann, Leander Wattig, Orbanism Publishing 2017.

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