Mein #1stebook

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Es war Nachts, es war kostenlos, es war bei Amazon. Sie kaufen für 0,00 Euro. Als ich das E-Book herunterlud, kam ich mir vor wie Diebin. Obwohl es ein gemeinfreies Buch war. Ich finde es immer noch strange, eine Sache kaufen – ohne einen Gegenwert abzuleisten. Trotzdem war es Liebe auf den ersten Blick, obwohl das Buch grauenhaft aufbereitet war, ich glaube, die Seiten waren abfotografiert, richtig schlimm. Egal, das Gefühl war gut, gar nicht, wie ich es mir vorgestellt hatte, als müsste man eine dröge Hausarbeit am PC lesen. Ich weiß noch, dass ich in der Anfangszeit viel Spaß daran hatte, die Helligkeit ständig zu regulieren, Schrifttypen zu wechseln, Lesezeichen und Fußnoten anzufügen – also spielen.

Wie ich zum E-Book kam? Früher kamen jede Nacht die Kinder, bauten komplizierte Nester für ihre Kuscheltiere, legten sich quer und schliefen ein. Ich war wach. Klick in den Einkaufswagen den Kindle. Zisch, zu Hause.Nach mehreren Staffeln Ich-weiß-nicht-mehr, kam ich auf die Idee, es mal mit Lesen zu versuchen. Zurück zu Absatz 1.

Ein Lesegerät ist mir mittlerweile zu groß, die Serien wiederholen sich. Beim E-Book blieb ich, weil es bequem, handlich und unkompliziert ist. Was ich mir für das E-Book wünsche? Ich wünsche mir, sie verschenken zu können (mit Geschenkpapier und einer Art Klingel, und einem Text, den ich persönlich definiere) und da das Leben ein Wunschkonzert ist, wünsche ich mir des weiteren, dass wenn ich ein Buch in Holzform kaufe, ich sofort das Buch auch auf mein Schmartfon geladen bekomme, zum gleichen Preis. Ich möchte frei sein in meinem Leseverhalten.

Was mich mittlerweile am E-Book stört? Das Blättern. Ich meine, dass die Technik zum Beispiel Seiten, das Umblättern nicht imitieren braucht.

Mein erstes E-Book waren Grimms Märchen. Was war dein #1stebook? Hier entlang, immer weiter zur Blogparade der electricbookfair2016

Und hier geht es zum Programm der EBF16, 25. – 26.06.2016 in der Colonia Nova in Berlin Neukölln.

…was war dein erstes E-Book?

3 Gedanken zu „Mein #1stebook

  1. Pingback: #netzrundschau 05/2016 | SchöneSeiten

  2. word©onsume

    Hi Tania,

    die Idee, beim Kauf der Print- auch die Digitalversion zu erhalten, finde ich super.

    Es hat sich immerhin auch beim Erwerb von Langspielplatten als gute Idee erwiesen, auch den Download in verschiedenen Formaten für den Kunden zur Verfügung zu stellen. Zumindest stößt dies im Freundeskreis auf viel Gegenliebe. So kommen Sammler und Jäger aus der analogen und digitalen Ära zusammen.

    Persönlich kann ich mir noch Variant-Cover in diesem Rahmen vorstellen, insofern man ein Endgerät mit Farbwiedergabe besitzt. Denke, dass sich auch diese sogar als Kaufanreiz manifestieren könnten.

    Mal schauen, was die Zukunft so mit sich bringt.

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