„Ich frage mich nicht, ob ich politisch korrekt handele.“ Safeta Obhodjas im Gespräch.

Ein hochinteressantes Interview von S. Sumburane mit der Autorin Safeta Obhodjas über das Zwischen in den Kulturen, den Weg einer SchriftstellerIn, die sich nicht in Richtung Multi-Kulti ausbeuten lassen will – und nicht zuletzt über ihren Roman, Die Bauchtänzerin.

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Sophie Sumburane unterhielt sich mit der Autorin Safeta Obhodjas über schwierige Frauenfiguren, Wirtschaftsflüchtlinge, Europa und die Zukunft.

In Ihrem Roman „Die Bauchtänzerin“ geht es, wie in vielen Ihrer Texte, um starke muslimische Frauenfiguren, die sich in der patriarchalischen Gesellschaft, in der sie leben, behaupten müssen. Wie wird so ein Thema, wie werden solche Figuren in Deutschland rezipiert?

Obhodjas_Bauchtaenzerin_Cover240„Die Bauchtänzerin“ ist nicht mein erster Roman mit solchen Frauenfiguren. Vor ihm erschienen die Bücher „Rache und Illusion – ein bosnisches Gastmahl“ und „Scheherazade im Winterland“. Vor zwanzig Jahren konnte ich allerdings mit dem Thema „Musliminnen im Zwiespalt zwischen der politischen Ideologie, dem Patriarchat und der durch die Religion konservierten Tradition“ nicht punkten. Ich befasste mich mit dieser Problematik längst, bevor sie in Europa brennend aktuell geworden ist. Sowohl die Kulturszene in meiner ersten Heimat Bosnien als auch in meiner zweiten, in Deutschland, wollte davon nichts wissen. Ein Frauenthema am Rande der Gesellschaft…

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