Endlich Liebe

fueroffenekultur_200Falling in Love #fil15, das Orbanism Festival am 28.- und 29.11. klopft an. „… #fil15 ist ein Experiment, ein Spiel mit Kreativität und Gemeinschaftsgefühl. #fil15 schafft einen Erfahrungsraum, der eine offene und freundliche Kultur plausibler macht als Hatespeech und Fremdenfeindlichkeit. In Berlin und im Netz. …“ Endlich mal etwas Positives, etwas, das sich absetzt von Angst, Abneigung und Hass. Ein vielfältiges Programm von der Eröffnungsgala (!) im Katersalon über ocelove, eine Lesung in der Ocelot-Buchhandlung und und … Mitmachen ist auch dabei. Ob als Künstler oder als Ort. Weitere Informationen hier.

Am Sonntag, den 29.11.15,  wird die #fil15 mit dem Abend des liebsten E-Books ausklingen. #ebooklove. In der Lettrétage, Berlin, können alle E-Book-Enthusiasten und Verliebten lesen lassen: Aus ihrem ersten E-Book, denn: the first touch is the deepest, dem schönsten E-Book, dem liebsten E-Book und so weiter.  Als Lesende haben sich u.a. gemeldet: Ruth Herzberg, Katharina Gebhardt und viele mehr.  Ich wünsche mir, am Sonntag von vielen Elektrobüchern zu hören, die ich bisher nicht gefunden oder übersehen habe, die ich lesen und besprechen möchte.

Ebooklove in der  Lettrétage, Literaturhaus Berlin Kreuzberg, Mehringdamm 61, 10961 Berlin, 29.11.2015, 20.00 Uhr, Eintritt

Schade

9783646600902_1446839374000_lDie Abstimmungsmöglichkeiten  bei Lovelybooks für das E-Book des Jahres 2015 sind doch arg begrenzt. Die Auswahl der ca. 25 Besten, des Top-Angebots an E-Books, für die ich beim Lesepreis voten kann, … diese Auswahl sieht aus wie auf einem Bahnhofskiosk in der Provinz. Ich möchte nicht  die Provinz schmähen, ich meine damit: wo Auslagemöglichkeiten klein und der Kundenkreis begrenzt ist, da kommt der kleinste gemeinsame Nenner zu seinem Recht.

Würde ich NIE Elektrobücher lesen und wäre jetzt zufällig auf die Abstimmungs-Seite für den Lovelybooks Leserpreis gestoßen, dann wäre mein Eindruck, gemessen an dem Angebot, folgender:

  1. Elektrische Bücher werden (überwiegend) von Frauen gelesen. Grund: Genre-Literatur, weiblich, Themen kreisen um : wie finde ich Ihn? Oder doch erstmal die erste Wohnung? Will er mich? Wenn ja, wann (hoffentlich bald) und wird mir verziehen, dass ich voreehelichen Sex hatte? Oder Fantasy: In einem Feenreich träumt die wunderschöne Blablalall vor sich hin … und dann kommt der fesche Istmiregal …
  2. Wegen 1 würde ich als vermeintliche Nicht-E-Book-Leserin davon ausgehen, dass Frau entweder sehr langsam liest und denkt, weshalb nicht so hyperviele Infos, bzw. der Inhalt übersichtlich bleibt. Das stimmt mich traurig.
  3. Die meisten der veröffentlichten Titel stammen aus dem Impress, Lyx oder midnight Verlag, was Ausgründungen großer Publikumsverlage sind. Die dominieren das Angebot mit Genre-Trieb-Liebe-Schmerz-Literatur. Leider nur  zwei (Stand 18.11.15) Selfpublisher dabei. Schade.
  4. Genre-Literatur, Mainstream-Literatur oder das literarische Buch. Es geht mir nicht darum, herumzuschreien: Was ist besser, was geht gar nicht, was ist Schund?  Ich meine, dass es doch immer die Mischung ist, die ein Angebot -wie hier elektrische Bücher – interessant und beachtenswert macht. Es ist also die  Dosis, die das Gift bestimmt. Der Lovelybooks Lesepreis 2015 kommt mir giftig vor.

Dein Lesepreis 2015

von Lovelybooks läuft unter dem Motto: Von Lesern nominiert, von Lesern prämiert. Bis zum 12.11.2015 kann jeder Leser bis zu drei Bücher je Kategorie (Krimi, Sachbuch, etc.) nominieren. Allerdings müssen es Bücher sein, die in diesem Jahr veröffentlicht wurden.

Aus diesen Nominierungen erstellt Lovelybooks eine Shortlist mit je 25 Titeln pro Kategorie, die am 16.11.2015 freigeschaltet wird. Der Leserpreis wird zum siebten Mal in Folge vergeben, hier die Gewinner aus 2014.

Und ich würde mich freuen, wenn es in 2015 endlich mehr SelfPublisher, IndieAutoren und Autoren aus reinen E-Book-Verlagen auf die Nominierungslisten, und weiter schaffen würden. In diesem Sinn: Viel Spaß beim Wählen.