Sommer, Sonne, Kontrapunkt #5 Novelle – im Zeichen des Krieges

Sommer, Sonne, Schwimmbad. Den Kontrapunkt dazu bildet die #5 Novelle  – im Zeichen des Krieges. Leider ist in der Sonnenliege das Lesen nur anstrengend, denn Tablet, Reader oder Handy sind noch nicht so konstruiert, dass die Lesbarkeit bei so viel Helligkeit auch nur viertelwegs  annehmbar wäre; daher breche ich heute eine Lanze für das überholte Format Print. Weiterer Nachteil von der E-Art. Die Endgeräte werden zu heiß. Und als mir die Sonne so richtig auf den IQ schlug- und ich fast Bücher wie die Die Urenkelin der Wanderhure zu Besuch bei der Augsburger Puppenkiste lesen wollte, griff ich zur Novelle – ging aus der Sonne und die Freude begann.

Text, der sich grafisch textlich hin- und hertransformiert; seltsam fantastische Texte, versammelt unter dem Motto Krieg, jegliche Gesprächskulturen brechende Interviews des Seltsamkeitsforschers Daniel Ableev, wunderbare Zeichnungen von Maximilian Meier. Zu guter Letzt der großartige Text des Psychologen Musaab al Tuwaijari, in dem es um eine Bombe, eine Tomahawk geht, die sich strikt selbstreflexiv verhält, sich und ihre Eigenschaften, für sie Errungenschaften, unter dem Aspekt der Nützlichkeit betrachtet. Es endet mit: „… Der Unterschied ist, meine Opfer behalten meine Reste als Erinnerungsstücke.“

War schön gewesen. Anregende Grafik. Ein Genuss. Mit schwitzenden Händen gut zu blättern. Go Print!  #5 Novelle – Zeitschrift für Experimentelles, Vö: 19.07.15, 6,00 Euro

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