Verlag Das Beben und Vor dem Pilzgericht

Das Beben

„…Wir glauben, dass Geschichten unterhalten, aufregen, verzaubern, ärgern und das Leben ein klein bisschen verändern. Wir glauben, dass Novelle und E-Book eine Kombination bilden, die zu unserer und Ihrer Zeit hervorragend passt: Konzentriert, ohne Umschweife, durchgeformt, alltagsnah. …“ (aus: Vier Gründe, die Novellen vom Beben zu lesen, Verlag Das Beben)

Mich erinnert das Internet an Bilka am Zoo. Auch bei Bilka gab es immer Schönes und Unerwartetes zu entdecken. Ich habe also einen lustigen Verlag entdeckt (Danke!, Daniel Ableev). Das Beben existiert seit 2013 und ist ein Zusammenschluss aus Buchhändlern, Übersetzern, Autoren und Autorinnen, die Platz schaffen wollen für Texte, die anders daherkommen. Beste Voraussetzungen für zeitgenössische Texte für den E-Book Reader.

Gut. Nach dem Prinzip: Viel hilft viel habe ich mich bei meinem Kauf vom grellsten Cover leiten lassen.

Frank Dukowski, ein in Berlin lebender Schauspieler und Autor, liefert mit Vor dem Pilzgericht seinen ersten längeren Prosatext ab. Inspirationsquelle für die verstörende Geschichte um Pilze und Mädchenmorde war Roy C. Sullivan, ein Mann, der es schaffte, sieben Blitzschläge zu überleben.

Worum geht es?

Für die pensionierte Gerichtspsychologin Frau Dr. E. Pellka gibt es keinen Ruhestand, solange sie das Geständnis von Thomas R. noch nicht in der Tasche hat, einem Eigenbrötler, der beim Pilzsammeln in Deutschland, Tschechien und Italien tote Mädchen fand. Was ihn sehr schuldig aussehen ließ und dauerhaft  in die Psychiatrie brachte.

Frau Dr. Pellka ist aufgeregt: Thomas R. will ein Geständnis ablegen. Vorher aber überrascht er die gierige Dame mit einem Riesenpilz in seinem Anstaltszimmer, danach übergibt er der Pensionisten sein selbst verfasstes Geständnis, wie sie meint. Frau Dr. Pellka beginnt zu lesen und erfährt Erstaunliches. Über Menschen im Allgemeinen, über den kleinen Thomas und seine Eltern, die aus Berlin-Pankow stammen, über eine Flucht in den Wald und  – über Freundschaften zu Mädchen, die nicht ganz von dieser Welt zu sein scheinen und – von Pilzen.

Ich bin keine Pilzenthusiastin. Das wird sich auch nicht nach der Lektüre ändern, aber währenddessen war die Geschichte von Einem, der erfuhr, wie die Sache mit den Pilzen sich wirklich verhält, äußerst andersartig amüsant.

Vor dem Pilzgericht. ISBN 978–3-944855-00-4, 3,49 Euronen.

Der hat mir Spaß gemacht.

Und es gibt noch mehr!

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