1000 Tode schreiben

 

Frohmann Verlag, 1000 Tode

Die beiden Themen, die die größtmögliche Bandbreite – und, wenn gewünscht – meeresgründige Tiefe aufweisen, sind die Liebe und der Tod: Christiane Frohmann als Verlegerin und 1000 Autoren, von denen viele noch nicht feststehen, haben sich des letzteren angenommen.

Das Lesen in den 1000 Toden ist wie mit guten Freunden über den Tod reden. Memento moriendum esse. Das Besprechen des eigenen sicheren Todes; dem Besprechen dieses Schlusspunktes haftet etwas Mystisches an, hat was von Bannsprüchen, könnte eine Übung in Demut sein.

Ich habe die 1000 Tode auf meinem Handy, natürlich könnte ich an der Bushaltestelle einen Rosenkranz herunterbeten, ich kann aber auch 1000 Tode lesen. Jetzt fällt mir auf: Keiner der Autoren hat den eigenen Tod beschrieben (Einschränkung: Ist ein Eindruck, habe noch nicht alle gelesen). 1000 Tode ist ein Blätterbuch, manche Aussagen oder Beschreibungen ließen mich innehalten, anderes kommt ganz unerwartet. Es ist eine subjektive Wertung, aber ihre Sense sehr gekonnt schwangen, wie nicht anders erwartet Herr Daniel Ableev, 185, 190 NaLos_Mehrblick, auch 59 Angelika Maisch mit ihrem wunderschönen Traum und höchstwahrscheinlich noch viel mehr, denn ich lasse mich so durch das Buch treiben.

  „…Wer von den Leserinnen dieses E-Books selbst einen Text zum Tod geschrieben hat oder in sich trägt, kann diesen ebenfalls zu ‚Tausend Tode schreiben’ beitragen (Exposé), weil noch drei weitere Versionen erscheinen werden. Die Deadline für Version 3/4 ist der 2. Februar 2015. …“

Lesenswert: „Print wäre verrückt“: Christiane Frohmann versammelt 1000 Texte über den Tod ein einem E-Book – Wired, Autorin: Elisabeth Rank

Tausend Tode schreiben, E-Book, 4,99, Autoren- und Herausgeberanteile werden an das Kinderhospiz Sonnenhof, Berlin, gespendet.

Die finale Version erscheint am 13.03.2015.