#Weihnachten14, Nr. 2, Irgendwas mit Schreiben

VÖ: März 2014, ca. 350 Seiten Smartphone, 1,99 Euro, ISBN 978-3-944543-15-4

Diplomautoren im Beruf, ein mikrotext, Hg. Jan Fischer

Eine sehr lesenswerte Essay-Sammlung, die rund um das Schreiben kreist oder deren zentrale Frage lauten könnte: Wie viel Berufung sollte im Beruf stecken? Gibt es ein Leben hinter dem Diplom und was ist, wenn es keine Ähnlichkeit mit meinen Träumen aufweist?

Ich bespreche Irgendwas mit Schreiben genau jetzt, denn diese Sammlung von Sein, Hoffen, Wünschen und Leiden passt für mich gut in die Vorweihnachtszeit, vorausgesetzt, die Zeit bis Christi Geburt ist tatsächlich der Zeitlauf, in dem das Wünschen noch hilft. Ich bin mir nicht sicher.

Also: Ich wünsche mir

… für Stefan Mesch: Dass sich seine 100 Punkte erfüllen, mit Ausnahme von bspw: 080, zu selbstzentriert, wo bleiben da die Themen, oder verbleibt alles im Ich?  – und gute Zähne. Nachzulesen bei: Stefan Mesch ist krass drauf.

… für Mirko Wenig, Aus dem Alltag eines Fast-Food-Journalisten, dass er seine Sichtweise behält, denn damit scheint mir Leben erträglicher, sogar Igeltode „… er lag da am Straßenrand, die kurzen Gliedmaßen an den Leib geschmiegt …“ bekommen Sinn & eine eigentümliche Schönheit jenseits des schnöden Überfahrenwerdens. Noch ein kleiner Wunsch: Durchhaltevermögen beim Lesen von Versicherungspolicen.

… ich wünsche mir für N.N. Wer bin ich, und wenn ja, wie viele denn noch?‘ eine buddhistische Sichtweise, als Weg vielleicht Mahayana?

… ich wünsche mir für Jan Kuhlbrodt, Das Sozialamt der Freiheit. Nix. Nur immer weiter so.

… ich wünsche mir alles vom Weihnachtsmann für Florian Kessler Lassen Sie mich durch, ich bin Arztsohn für klares Denken über die Entstehung von Literatur, das sich ausdrückt in: Chick Lit = anspruchslose Frauenliteratur vs. Speck Lit = anspruchslose, obgleich ästhetische Bürgerkinderliteratur. Ungemein hilfreich in allen Lebenslagen ist auch folgender Ratschlag von Herrn Kessler: Immer an den richtigen Stellen lachen. Warum ich bei diesem Essay an den Zug des Lebens von Radu Mihaileanu denken musste, ich weiß es nicht. Ich werde darüber nachdenken.

Darüber hinaus wünsche ich allen Schreibern, Autoren und Schriftstellern aus Irgendwas mit Schreiben, das sich alles erfüllt, was sie sich für ihr Leben oder temporär (da liegen die interessanten Wünsche) vorgenommen haben. Und natürlich ein rundum glückliches 2015.

 

Irgendwas mit Schreiben.  Mit Beiträgen von Jan Fischer, Florian Kessler, Thomas Klupp, Jan Kuhlbrodt, Stefan Mesch, Alexandra Müller, N.N., Sina Ness, Johannes Schneider, Martin Spieß, Tilman Strasser, Lino Wirag, Mirko Wenig. Sehr empfehlenswert.

2 Gedanken zu „#Weihnachten14, Nr. 2, Irgendwas mit Schreiben

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