Notes of Berlin, der Kinofilm

Diesmal kein E-Book, kein Buch, keine Ausschreibung, nein, das was jetzt kommt, ist noch im Werden. Ich bin fasziniert von dem möglichen Kinofilm Notes of Berlin.

Geplant ist die Verfilmung eines Zettelblogs. Die Litfaßsäule kann überall sein. Zettel in Hauseingängen, an Laternenpfählen, Mauern, Läden mit allen möglichen Themen, Gesucht, gefunden, Vermisst, Wiedersehen, zu Verschenken,  günstige Gelegenheit, abzugeben in gute Hände. Und hier kommt der Leser/User ins Spiel, denn bis zum 21.09.14 kann schreibenderweise an der Filmentwicklung teilgenommen werden (also hurtig, frischauf!).

Baader

Und es stimmt. Ich könnte die Stadt durchstreifen wie Franz Hessel in Spazieren in Berlin, ich könnte mir die Reizhauptstadt aber auch erschließen über  angeklebte Fragmente von Menschen mit einem oder mehreren Anliegen. Die Macher von NoB betrachten Ihr Projekt als ein Zeitdokument und haben sich das Ziel gesetzt, Anfang 2016 mit Notes of Berlin in die Kinos zu kommen.

Alter_Mann_spuckt_vom_Balkon

Die Warnung vor dem alten Mann, der vom Balkon spuckt, ist schon mal ein Ding für sich, hier warnt ein Leidtragender. Aber der nächste ist mein Liebling, der mich sofort in eine Grübelei schleudert. Er schreibt unter anderem: …bitte möglichst keine SMS und schon gar keine MMS? Ist er so alt, dass er nicht weiß, wie das so mit SMS und MMS … was ist sein Ansatz … vor allen Dingen: wessen Befriedigung wird sein keckes Treiben dienen? Fragen über Fragen, die in meinen Ohren flehentlich nach einer Geschichte rufen.

SAMSUNG

Es gibt Rubriken wie Dauerbrenner, Tür an Tür, Liebe, Lost & Found, Fahrraddiebstahl – mit den jeweiligen Zetteln.

Und dann wartet NoB nur darauf, dass Euch eine Geschichte einfällt. Also: Das Leben hinter dem Aufruf, Das Sein zwischen den Zeilen.